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22 April 2026

Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Klappentext:
Ein berührender Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten – spannend, charmant und voller Herz. Der große Bestseller aus Japan über einen Großvater und seine Enkelin, die plötzlich selbst zur Heldin einer gefährlichen Geschichte wird.  Kann Ihre Liebe zur Literatur sie retten?
 
Kommentar:
Bei diesem Klappentext habe ich eine schöne, runde , spannende und gefühlvolle Geschichte erwartet und alle meine Erwartungen wurden enttäuscht.
Doch nachdem ich mich von diesen gelöst und mich auf das Buch eingelassen habe, war es durchaus unterhaltsam und spannend. Erstaunt hat mich, dass viele klassische  Krimiautoren und Autorinnen aus Europa als Fallbeispiele  genannt wurden. Ich habe früher die DuMont Kriminalbibliothek gelesen und viele der dortigen Namen kamen auch in dieser Geschichte vor.
Kaede ist ihrem Großvater sehr zugetan und verbringt viel Zeit mit ihm. Er war ein brillanter Denker und auch heute noch blitzt immer wieder seine Kombinierfähigkeit durch den Schatten der Demenz. Schon als Kaede ein Kind war, haben sie und ihr Großvater sich Geschichten erzählt. Er gab ihr drei Wörter vor und sie musste sich etwas dazu ausdenken. Für mich klingt das nach einem wunderbaren Zeitvertreib.

18 Februar 2018

Gastrezension von Kerstin Dorer: 13 Stufen von Kazuaki Takano


Kerstin Dorer von Seehases Lesewelt hat mich gefragt, ob ich bereit wäre, eine Gastrezension auf meinem Blog zu veröffentlichen. Ich finde das eine sehr schöne Idee und ich hoffe, andere BloggerInnen greifen das auf. Da ich mich ja sehr auf SF und Fantasy spezialisiert habe, sorgt eine Gastrezension für etwas Abwechslung auf dem Blog. Und man lernt dadurch eine nette BloggerInnen kennen, kann sich austauschen und vielleicht sogar etwas lernen. 
Kerstin hat sich für den Roman 13 Stufen von Kazuaki Takano entschieden. Eine sehr gute Wahl, wie ich finde, denn Autoren aus dem asiatischen Raum haben es noch etwas schwer, in unserem Land Fuß zu fassen.
Hier könnt ihr ein Interview mit dem Autoren lesen

Der zum Tode verurteilte Ryó Kihara sitzt in einer Todeszelle in einer Vollzugsanstalt in Tokyo. Seit sieben Jahren wartet er auf seine Hinrichtung. 13 Beamte müssen seiner Hinrichtung zustimmen und 13 Stufen wird der Verurteilte erklimmen müssen, bevor der Galgen ihn tötet. Doch es gibt jemanden, der von der Unschuld Kiharas überzeugt ist. Aus diesem Grund werden der ehemalige Gefängnisaufseher Nangó und der auf Bewährung entlassene Mörder Jun’ichi damit beauftragt, den wahren Täter zu finden und die Unschuld des Verurteilten zu beweisen. Das ungleiche Duo, zwischen dem sich im Laufe der Ermittlungen fast so etwas wie eine Freundschaft entwickelt, wird auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur der Wettlauf gegen die Zeit wird zur Zerreißprobe, die Männer müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen, jeder auf seine Weise.
Kazuaki Takano hat mit seinem Roman „13 Stufen“ mein Interesse geweckt, weil der Autor in diesem die umstrittene Todesstrafe zum Thema macht. Meine Sorge, ich könnte Schwierigkeiten mit den japanischen Namen oder Ausdrücken haben, war völlig unbegründet. Schnell hat man sich daran gewöhnt und kann in eine spannende und dramatische Geschichte eintauchen, die absolut überzeugt.