Vor tausenden von Jahren verließen die Mir ihren
Heimatplaneten und verdingten sich fortan als Söldner für andere Spezies.Dies ist die Geschichte der letzten
beiden Überlebenden eines Volkes auf der Suche nach ihrer Heimat.
Ein Stamm der Mir teilt sich in drei
Kasten auf. Die schwarz gewandeten Kel'eln sind die Krieger des Volkes.
Schon als Kinder werden sie in der Kunst des Kämpfens und des Tötens
ausgebildet und sie sind unvergleichliche, kaum zu besiegende Krieger. Gekleidet
wie die Tuareg verweigern sie den Feinden einen Blick in ihr Gesicht, denn kein
Gegner ist würdig genug, in das Antlitz eines Kel'eln zu schauen.
Die Sen'en sind die Hüter des Wissens, die Weisen des Stammes, welche die alten
Geheimnisse aus der Heimat bewahren. Sie tragen als Symbol ihres Standes und
ihrer Unschuld die Farbe Weiß. Die dritte Kaste sind die Kath, Väter, Mütter,
Kinder und die alte Leute des Stammes, die das tägliche Leben ihres Volkes
organisieren. Sie tragen die Farbe Blau. Den Kel'eln obliegt es, die Weisen und
die Familien zu beschützen und sie vor Angriffen zu bewahren.
Nian ist einer der Kel'eln des Stammes
der Mir auf dem Planeten Kesrith. Er wird durch die She'pan, der
obersten Weisen des Stammes, an den Hort gebunden, obwohl er sich lieber als
Söldner bei den Regul verdingen würde, die sich im Kampf mit den Menschen
befinden. Die Regul sind eine Rasse von Händlern und nicht fähig, zu kämpfen,
daher verpflichten sie die Mir als Söldner. Im Kampf zwischen Regul und
Menschen werden die Mir aufgerieben und fast vollständig vernichtet, der Planet
Kesrith wird bei den Friedensverhandlungen zwischen Regul und Erde den Menschen
zugesprochen. Damit haben die Regul unwissentlich einen Vertragsbruch begangen,
in dem sie eine dritte Partei auf einen Planeten holen, auf dem sie
ursprünglich regierten und den Vertrag mit den Mir abschlossen.
Dazu kommt der Verrat der Regul, die
die letzten Mir auf Kesrith vernichten wollen, da sie diese einst mächtigen
Verbündeten in einem nächsten Krieg nicht auf der Seite der Menschen wissen
möchten. Zu groß ist die Angst der Händler vor einer Allianz zweier so
mächtiger und kriegerischen Rassen.
Stan Duncan , ein Mensch, begibt sich
zu einen Erkundungsgang auf die Planetenoberfläche Kesriths, eine
unwirtliche Gegend, auf der kaum etwas wächst und wo der Mensch nicht überleben
kann. Er wird von Nian gefangen genommen. Nian weiß selber nicht, warum er so
handelt, denn die Mir machen keine Gefangenen. Doch Stan Duncan ist anders als
andere Menschen. Er ist ein ObTak, ein Offizier, der dazu ausgebildet wurde,
alleine zu überleben, eigenmächtige Entscheidungen zu treffen und kalkulierte
Risiken einzugehen. Kein hirnloser Befehlsempfänger. Er kann die Vernichtung
einer ganzen Rasse durch die Regul nicht akzeptieren und verachtet sie für ihre
feige Handlungsweise. Um Nian und seine Schwester Meilin zu retten, taucht er
tief in die Welt und die Lebensweise der Mir ein. Er gewinnt die Freundschaft
des jungen Kämpfers, der seinen Schleier lüftet und so erstmals jemanden aus
einer fremden Rasse sein Gesicht zeigt.
Auch gewinnt Stan die Zuneigung eines
der mächtigen Dusai, eine bärenartige Rasse von Tieren, die eine emphatische
Verbindung mit einigen Mir eingehen. Warum ein Mitglied des Stammes von
einem Dusai ausgewählt wird, ist ein Rätsel, doch die Verbundenheit zwischen
Tier und Ausgewähltem hält ein Leben lang.
Stan. Nian, Meilin und ihre Dusai machen sich auf die beschwerliche Reise zu
einem längst vergessenen Planeten, verfolgt von den Regul, angetrieben nur von
der Hoffnung, Überlebende einer aussterbenden Rasse zu finden.