Mitten im tiefsten Winter
kommt ein Fremder über die verschneiten Berge nach Orthlund. Auf seinem Weg
sammelt er einen verletzten Raben auf. Zielstrebig schreitet der Mann auf die
Festung Anderras Darion zu, deren Tore seit Äonen verschlossen sind. Die
Bewohner des unterhalb der Festung liegendes Dorfes Pedhavin und auch ihre Urgroßeltern
können sich nicht daran erinnern, dass die silbernen Tore der Festung je
geöffnet waren. Doch der Fremde schreitet unbeirrt vorwärts, öffnet die Tore, und
nimmt die Burg in Besitz.
Der Rabe Gavor gibt dem
Fremden, der über keinerlei Erinnerungen verfügt, den Namen Hawklan, der Heiler.
Denn Hawklan hat die begnadete Gabe, sich in den Körper und die Seele der Menschen
und Tiere einzufühlen und kann dadurch fast jede Krankheit erkennen und
heilen.
Mittlerweile lebt er seit zwanzig
Jahren in der Festung und in den Brüdern Isloman und Loman hat er zwei
aufrichtige Freunde gewonnen. Zusammen sorgen sie für das Wohl von Tirilen,
Lomans Tochter, die als Wildfang in der Festung aufwächst.
Als eines Tages ein
Kesselflicker in das Dorf kommt und seltsame Waren verkauft, ändert sich das
Leben aller Menschen im Dorf. Denn der Kesselflicker mit seinen Waren, denen ein
Gräuel anhaftet, ist nur ein Vorbote der gewaltigen Veränderungen, in deren
Mittelpunkt Hawklan steht.

