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31 Oktober 2026

Mörderresidenz von Tanja Kummer und Marina Heidrich

Lena Bürkle ist bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Ihre Mutter Julia starb vor über zwanzig Jahren in einer Feuersbrunst, als Lena noch ein Kleinkind war. Ihre Großmutter, Gertrud Bürkle, ist jedoch bis heute davon überzeugt, dass ihre Tochter Julia keinen Selbstmord begangen hat, wie damals gemunkelt und gemutmaßt wurde.. Der Fall wurde als ungelöst zu den Akten gelegt. Gertrud zieht ihre Enkelin mit viel Liebe auf und versucht, die Lücke zu füllen, die Julia hinterlassen hat.
Als Lena im Pflegestift „Villa Goldene Sonne“ eine Stelle als Pflegerin antritt, fühlt sie sich dort sofort wohl. Nur der Stationsleiter, Stefan Weiß, scheint eine regelrechte Abneigung gegen sie zu hegen. Nichts, was sie tut, kann ihn zufriedenstellen.
Da Stefan Weiß aber insgesamt ein unfreundliches Gemüt hat, macht sich Lena nicht allzu viele Gedanken über den Stoffel. 
Sie gibt ihr Bestes, alles andere wird sich klären, denkt sie. Außerdem hat sie andere Sorgen. Sie hat sich vor kurzem erst von ihrem Freund Max getrennt und dieser verkraftet die Trennung nur schwer. Lena hat das Gefühl, dass Max sie stalkt. Und eines Tages erscheint er sogar im Pflegeheim.

04 Juni 2026

Indie Titel Juni 2026 - Tanja Kummer vom Leseratten Verlag

Tanja Kummer kenne ich jetzt sicher schon zehn Jahre und wir sind mittlerweile sogar befreundet. Auf meiner ersten ComicCon in Stuttgart und auf meiner ersten BuCon war der Leseratten Verlag mit Tanja und Marc dabei,  und irgendie bin ich bei diesen seltsamen und sehr symphatischen Menschen hängen geblieben. Von Tanja habe ich fünf Bücher gelesen aber der Leseratten Verlag hat auch wirklich außergewöhnliche Anthologien im Programm, deren Cover ich im Anschluß an den Beitrag beifügen werde. Bei den Kurzgeschichtensammlungen ist Tanja auch oft als Autorin dabei. Die Bücher des Verlags sind nie langweilig, sondern teilweise sehr witzig und völlig abseits des Mainstream.. Ich hatte schon einmal einen Beitrag zu Indie Verlagen mit tollen Bücher gemacht. Hier ist der Link dazu 

Mein erstes Buch von Tanja Kummer war Sturm der Verbannten. Ich gebe zu, alleine wegen des Covers hätte ich das Buch nicht gelesen, das war mir damals zu bunt. Aber diese Art Cover sind heute das Markenzeichen des Verlags und gerade bei den Anthologien gibt es Cover, die eben völlig anders sind als die langweiligen Alltagscover
Ich kopiere den Beginn der jeweiligen Rezension und verlinke dann wieder zur kompletten Rezension.

(Und Tanja kann nicht nur gut schreiben, sondern auch schöne Dinge gestalten. Unter Eheeinhorns Ideenreich bei Instagram findet ihr die Artikel, falls jemand neugierig ist und schon nach Weihnachtsgeschenken schauen möchte.)   

Sturm der Verbannten 
Der Stein der Völker wurde aus der goldenen Stadt gestohlen. Dieses Artefakt ist ein Garant dafür, dass die verschiedenen Völker in Frieden miteinander leben und das Dunkle aus der Welt verbannt bleibt. Das Dunkle sind die Cric, grausame und brutale Geschöpfe, an die heute niemand mehr glauben mag, bis die ersten Kreaturen über das Land herfallen und die Bevölkerung niedermetzeln.
König Ansgar begibt sich, zusammen mit seinem Leibwächter Silbur, auf die Suche nach dem gestohlenen Stein. Er hofft Auskunft über den Dieb bei der legendären blauen Rose zu erhalten, ein Wesen, welches alle Fragen der Welt beantworten kann
Die beiden treffen auf den jungen Myron, der zwar stumm ist, ihnen aber zu verstehen gibt, dass er das Ziel kennt und ihnen helfen kann. Der König ist verzweifelt und fühlt sich ohnmächtig angesichts der drohenden Gefahr, dass er jede Hilfe akzeptiert, die sich ihm bietet, mag sie auch noch so obskur sein. Also stimmt er zu, sehr zum Verduss Silburs, der dem jungen Mann mit Argwohn begegnet. Weiter
 
Die Weltenwandlerin (Tybay 1)
Grace ist ein hübsches, aufgewecktes und neugieriges Kind. Allerdings ist sie oft alleine, da ihre Eltern sehr abgeschieden leben und sie keine Geschwister hat. Jede Abwechslung in ihrem Leben ist dem kleinen Mädchen willkommen, Angst kennt es noch keine. So geht sie auch unerschrocken auf den Mann zu, der sich zwischen ein paar Büschen auf ihrem Grundstück versteckt. Begleitet wird dieser Mann von einem komischen Wesen, welches Grace erst für ein Tier hält. Doch welches Tier kann sprechen?
Das idyllische Szenario ändert sich schlagartig als aus dem Stall des Anwesens plötzlich schwarz gekleidete Männer in seltsamer Gewandung hervorstürzen und Jagd auf den Mann veranstalten, den Grace gerade erst kennen gelernt hat. König Balinor, denn um niemand anders handelt es sich, drückt dem Mädchen ein goldenes Amulett in die Hand mit der Bitte, dies eines Tages seinem Sohn Necom zu übergeben. Er weiß, dass er die Verfolgungsjagd nicht überleben wird und hofft, dass niemand dieses Kleinod bei Grace vermuten wird.  Weiter
 
Der Weltenbezwinger (Tybay 2)
Grace und Shawn haben es geschafft, den Krieg zu beenden und dem Land wieder Frieden zu schenken.  Shawn hat Degger Thul, seinen Freund aus Kindertagen, zum König der ehemals dunklen Reiche ernannt. Dieser versucht nun, den Menschen zu helfen und die Schatten der Vergangenheit vergessen zu machen. Leicht ist es nicht, Rebellengruppen haben sich gebildet. Es sind Menschen, welche die Herrschaft Tybays nicht anerkennen wollen. Es erfordert mühsame Überzeugungsarbeit, den Menschen zu erklären, dass die dunklen Reiche nur mit der Hilfe Tybays zu einem blühenden Land werden können, der König die Bevölkerung  zwar regieren aber nicht unterdrücken möchte. Doch wie überzeugt man dunkle Schatten, die über Kalidors Feste liegen? Lebensmittel verdorren, das Vieh wird krank, die Menschen aggressiv, jeder fühlt sich bedroht, obwohl keine wirkliche Gefahr zu erkennen ist. Degger Thul reist nach Tybay, um Shawn um Hilfe zu bitten und ihn vor der unbekannten Gefahr zu warnen.   Weiter 
 
Der Weltenwandler (Tybay 3)
Ich mag keine Bücher mit jungen Charakteren, die alles können und jede Lage meistern. Daher war ich hier zunächst skeptisch, ob mir die Handlung zusagen wird.
Tybay ist eine mittelalterliche Welt und wie es schon im Buch angesprochen wird: Dort ist alles anders als auf unserer Erde. Necom wurde schon von klein auf als Thronfolger erzogen. Niemand hat ihn je nach seinen Wünschen oder Träumen gefragt. Er ist der Erstgeborene und muss daher seiner Bestimmung folgen. Diese Bürde lastet von Kind an schwer auf ihm, so dass aus dem Thronfolger ein stiller, in sich gekehrter und ernster junger Mann wird.
Ganz im Gegensatz dazu seine Schwester Anna. Sie ist ein regelrechter Wirbelwind. Heerführer Hawken und der Uiani Anders unterrichten sie im Gebrauch der Waffen und sie beherrscht das Schwert bald besser als ihr älterer Bruder, der Waffen eher verabscheut. Weiter
 
Der Weltenbefreier (Tybay 4)
Der Weltenbefreier ist der vierte Band der Tybay Saga von Tanja Kummer und für mich auch der beste Band. Die ersten drei Bände bilden eine Einheit und bauen aufeinander auf. Der Weltenbefreier kann man jedoch unabhängig von diesen Bänden lesen, denn das Buch erzählt eine eigenständige und sehr spannende Geschichte, die auch ohne Vorkenntnisse verständlich ist. Die Autorin hat eine Zeitentabelle beigefügt, auf der sie die wichtigsten Ereignisse auf Tybay zusammenfasst und die den Leser durchaus dazu verführen kann, die anderen Bände auch lesen zu wollen. Dazu kommt ausführliches Kartenmaterial und ein Personenregister.
Während der Leser mit Abschluss von Band drei schon wusste, wie sich Ana und Necom entwickeln und  wohin sie ihr jeweiliger Weg führt, war Jamie nur ein kleiner Junge, der noch am Rockzipfel seiner Mutter hing. Mittlerweile ist er 19 Jahre alt und steht kurz davor, der neue König von Tybay zu werden. Er ist sorglos, unbekümmert, stürmisch und gewinnt mit seiner charmanten Art das Herz jeder Frau. Es scheint, dass er der Verantwortung noch nicht ganz gewachsen ist, aber die Göttin hat entschieden. Weiter
 
Hier noch ein Auszug zu der Rezension zu Waypoint59. Nicht von Tanja, aber so bekommt ihr einen Eindruck zu den Anthologien
 

Dennis Frey - McGintleroy trinkt
 
Es ist schon schlimm, wenn man von seinem Erzeuger ein ganzes Leben lang vorgehalten bekommt, dass man ein absoluter Versager ist. Eine Niete, eine Null, jemandem, dem nichts gelingt. Eine Enttäuschung für die ganze Familie. Und dann schafft man es noch nicht einmal zu sterben und tot zu bleiben. So ertränkt Fitz seinen Kummer im »Waypoint Fiftynine« im Alkohol und findet in Sora eine aufmerksame Zuhörerin. 
Kommentar: 
Die Gestalt von FitzMcGintleroy hat mich schon etwas abgeschreckt, das mag daran liegen, dass ich nie »the walking dead« geschaut habe und so einen Anblick nicht gewohnt bin. Sora ist da aus anderem Holz geschnitzt. Ihr begegnen in der Kneipe die kuriosesten Gestalten und sie ist einiges gewohnt. Hier zeigt sich, dass sie ein offenes Herz und Ohr für jedermann hat. Statt die negativen Seiten des Gastes zu sehen, weist sie ihn auf sein Können hin, motiviert ihn, muntert ihn auf. Ein Beweis, dass Kellnerinnen durchaus auch den Job eines Seelenklempners übernehmen können. Die Geschichte umfasst lediglich 8 Seiten, hat aber alles, was das Herz des Lesers begehrt. Einen Beginn, eine Entwicklung und ein überraschendes und unerwartetes Ende. Mir hat sie gefallen. Eine Bewertung der einzelnen Geschichten gibt es erst am Schluss aber diese hat mich auf jeden Fall überzeugen können. Weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 


26 Juni 2021

Waypoint Fiftynine - Teil 2

 


Heute widme ich mich nun endlich dem zweiten Teil meiner Rezensionen zu der Anthologie »waypoint fiftynine«. 
Nachdem sich Günther und Jörg aus den Augen verloren haben und Günther etwas ziellos und planlos durch das Etablissement wandelt, wenden wir uns den wirklich wichtigen Dingen zu: den Erzählungen von Dorothee Stern und Jasmin Aurel. 
Man kann diese beiden Geschichten nicht voneinander trennen, denn sie gehören zusammen, wie eine rechte und eine linke Socke (die hier auch eine Rolle spielen) oder wie Himbeeren und Torte.
 
Von Pest, Maden und Wollsocken von Dorothee Stern 
Cornelius Napoleon Smith gehört leider zu den absoluten Loosern des Universums. Immer wieder werden ihm die lukrativsten Aufträge vor der Nase weggeschnappt, so dass er nun auf »R108s« auf allen Vieren durch dunkle Tunnel krabbeln muss, um irgendwelche Maden zu finden. Eigentlich ist Cornelius Archäologe aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und die Bezahlung ist gut.
 
Von Maden und Halunken in Spelunken von Jasmin Aurel 
Nach einem desaströsen Einsatz möchte die Nekromantin Kay nur noch eines: das »Palace of Glass« erreichen und die Welt um sich herum vergessen. Leider kommt es dort zu einem Stau, so dass ihre KI Benedict als Alternative das »waypoint fiftynine« vorschlägt. Der KI macht sich Sorgen um die junge Frau, die seit Monaten alle sozialen Kontakte meidet und langsam aber sicher vereinsamt. Als Kay mit ihrem Raumschiff im Raumhafen der »verrufensten Kneipe des Universums« andockt, bemerkt sie ein kleines, klappriges und völlig heruntergekommenes Raumschiff. Dass sie dem Besitzer dieses Wracks bald gegenüberstehen soll, ahnt sie noch nicht.
 
Kommentar: 
Wie Kay und Cornelius sich im »waypoint fiftynine« begegnen und was sich daraus entwickelt,  findet ihr bitte selber heraus. Und nein, es erwartet euch keine Romanze. 
Mir haben beide Geschichten sehr gut gefallen, sie sind unterhaltsam, witzig und überraschend. Cornelius entspricht zwar dem Klischee eines abgewrackten Archäologen (Indiiii) aber gerade das macht den Reiz aus. 
Während seine KI auf den profanen Namen Susi hört und sehr launisch agiert (zickig wäre angebrachter) ist der KI von Kay ein wahrer Gentlemen. Ich muss mir einmal die Originalstimme von Benedict Cumberbatch anhören. Die Interaktionen mit ihren KI’s sind das Salz in der Suppe dieser Geschichten, ich habe stellenweise wirklich lauthals gelacht.

Zwei unterschiedliche Kurzgeschichten zweier Autorinnen, die letztendlich aufeinander aufbauen, sich ergänzen und zu einem gemeinsamen Ganzen werden,  findet man selten. Hier ist es sprachlich und inhaltlich perfekt gelungen. Ich kann mir durchaus vorstellen, mehr von Kay und Cornelius zu lesen, auch, weil ich neugierig bin, was Susi und Benedict davon halten, dass ihre »Menschen«  anscheinend aus ihren Tiefs herausfinden.

Denkt euch eine Witz beginnend mit: Ein Archäologe und eine Nekromantin treffen aufeinander….

Ganz klar volle Punktzahl 
Titel:Waypoint Fiftynine 
AutorInnen: Diverse 
Verlag: Leseratten Verlag, TB, 498 Seiten 
ISBN: 9783945230497

15 Juni 2021

Waypoint Fiftynine Teil 1

 


Da ich während der offiziellen Eröffnung des »Waypoint Fiftynine« leider keine Zeit hatte, werde ich das neue Etablissement in den nächsten Wochen des Öfteren besuchen, um mich von der Qualität des Angebots zu überzeugen. 
Dabei werde ich Jörg und Günthers Kommentare ignorieren, die sich, wie zwei Landeierin der Großstadt, redlich bemühen die Menschheit dumm aussehen zu lassen. 
Ich gehe zuerst auf die Geschichten ein und am Ende folgt eine Zusammenfassung. Eigentlich wollte ich pro Woche eine der Geschichten rezensieren aber sie sind teilweise so kurz, dass ich auch mehr schaffe.
 
Dennis Frey - McGintleroy trinkt
 
Es ist schon schlimm, wenn man von seinem Erzeuger ein ganzes Leben lang vorgehalten bekommt, dass man ein absoluter Versager ist. Eine Niete, eine Null, jemandem, dem nichts gelingt. Eine Enttäuschung für die ganze Familie. Und dann schafft man es noch nicht einmal zu sterben und tot zu bleiben. So ertränkt Fitz seinen Kummer im »Waypoint Fiftynine« im Alkohol und findet in Sora eine aufmerksame Zuhörerin.
 
Kommentar: 
Die Gestalt von FitzMcGintleroy hat mich schon etwas abgeschreckt, das mag daran liegen, dass ich nie »the walking dead« geschaut habe und so einen Anblick nicht gewohnt bin. Sora ist da aus anderem Holz geschnitzt. Ihr begegnen in der Kneipe die kuriosesten Gestalten und sie ist einiges gewohnt. Hier zeigt sich, dass sie ein offenes Herz und Ohr für jedermann hat. Statt die negativen Seiten des Gastes zu sehen, weist sie ihn auf sein Können hin, motiviert ihn, muntert ihn auf. Ein Beweis, dass Kellnerinnen durchaus auch den Job eines Seelenklempners übernehmen können. Die Geschichte umfasst lediglich 8 Seiten, hat aber alles, was das Herz des Lesers begehrt. Einen Beginn, eine Entwicklung und ein überraschendes und unerwartetes Ende. Mir hat sie gefallen. Eine Bewertung der einzelnen Geschichten gibt es erst am Schluss aber diese hat mich auf jeden Fall überzeugen können.
 
Lea Baumgarten -Opferbereitschaft 
Kalzan gehört zur Rasse der G-O-2T, eine Rasse, die ihre Gestalt ändern kann und fast nicht tot zu kriegen ist. Die ideale Person, um ihre Dienste als Auftragsopfer anzubieten. Ja, ihr lest richtig. Auftragsopfer, nicht Auftragsmörder. Der ehemalige Finanzminister des Alterta Mondes muss vor seinen Häschern fliehen und hofft, im »Waypoint Fiftynine« unerkannt untertauchen zu können. Doch die Kopfgeldjäger sind ihm auch hier auf den Fersen. Daher kommt das Angebot von Kalzan gerade richtig.
 
Kommentar: 
Die Idee hinter dieser Geschichte finde ich grandios. Der ehemalige Finanzminister ist ein korrupter Politiker durch und durch. Zitat von Seite 38:» dabei hatte er die Finanzen seiner Bürger aufopferungsvoll verwaltet. Nicht nur während seiner Arbeitszeit hatte er die Steuereinnahmen betreut, sondern auch in seiner Freizeit.« Als Leser ist es undenkbar, dass dieser miese Sack, der sich keiner Schuld bewusst ist, mit einem Haufen Geld, einem Luxusraumschiff und allen Bequemlichkeiten einfach so davon kommt. Doch Kalzan bietet die ideale Lösung. Auch diese Geschichte ist sehr kurz, schafft es aber, ein genaues Bild des Politikers zu zeichnen. Die Autorin kommt kurz und knackig auf den Punkt und überzeugt auf ganzer Linie.
Fortsetzung folgt.....
 
Titel:Waypoint Fiftynine
AutorInnen: Diverse
Verlag: Leseratten Verlag, TB, 498 Seiten
ISBN: 9783945230497

 

13 Juli 2019

Der Weltenbefreier (Tybay Saga Band 4) von Tanja Kummer


http://leseratten-verlag.de/index.php/romane/tybay-saga
Mit Hilfe der Druiden gelang es vielen Menschen, nach dem Ende des Goldenen Reiches, auf andere Planeten zu entfliehen. Während in Tybay Magie seit dem Ende des Krieges verpönt war, erstarkte die Macht der Druiden auf den anderen Welten und sie wurden, als Berater des Hochkönigs, sehr mächtig. Dieser herrscht über vier Planeten. Una, Logrotha, Koglan und  Agnata beugten sich der Macht des Hochkönigs und der Druiden eher wiederwillig aber sie hatten keine andere Wahl. Nun greift Hochkönig Trevor nach Tybay und auch die Menschen dort haben den Eroberern kaum etwas entgegenzusetzen. Neben der Magie der Druiden verfügt das Heer noch über Zeros, die, ähnlich wie Drachen, Feuer speien und somit das Land durch einen Atemstoß verheeren können.
Jamie kapituliert, um das Land und seine Bewohner zu schützen, doch insgeheim bildet sich Widerstand gegen die brutalen Eroberer und die Göttin steht auf Seiten des jungen Königs.

23 Juni 2019

Der Weltenwandler - Tybay Saga Band 3 - von Tanja Kummer


http://leseratten-verlag.de/index.php/romane/tybay-saga
Acht Jahre sind seit dem Verschwinden des Königs vergangen. Hätte Grace nicht ihre drei Kinder, hätte sie sich schon lange auf die Suche nach ihrem Mann begeben. So lastet die Verantwortung für das Königreich und ihre Kinder schwer auf ihr. Sie ist einsam aber kein anderer Mann kann ihr Herz gewinnen.
Als Hauptmann Faija zurückkehrt, gibt es für Grace allerdings kein Halten mehr. Sie begleitet den alten Kämpfer und lässt Tybay und ihre Kinder schutzlos zurück.
Necom muss nun beweisen, dass er ein würdiger Thronfolger ist und die Gunst der Göttin verdient hat. Er hat wenig Selbstvertrauen und muss lernen, für Tybay und gegen die teils egoistischen Vorschläge der Ratsherren zu handeln. Keine leichte Aufgabe für einen sechzehnjährigen, zumal erneut ein Krieg mit einem Nachbarland droht.
Als seine Schwester Anna verschwindet, scheint klar, dass der junge König mit der Situation überfordert ist.

17 März 2019

Der Weltenbezwinger ( Tybay Saga Band 2) von Tanja Kummer


http://leseratten-verlag.de/index.php/romane/tybay-saga
Grace und Shawn haben es geschafft, den Krieg zu beenden und dem Land wieder Frieden zu schenken.  Shawn hat Degger Thul, seinen Freund aus Kindertagen, zum König der ehemals dunklen Reiche ernannt. Dieser versucht nun, den Menschen zu helfen und die Schatten der Vergangenheit vergessen zu machen. Leicht ist es nicht, Rebellengruppen haben sich gebildet. Es sind Menschen, welche die Herrschaft Tybays nicht anerkennen wollen. Es erfordert mühsame Überzeugungsarbeit, den Menschen zu erklären, dass die dunklen Reiche nur mit der Hilfe Tybays zu einem blühenden Land werden können, der König die Bevölkerung  zwar regieren aber nicht unterdrücken möchte. Doch wie überzeugt man dunkle Schatten, die über Kalidors Feste liegen? Lebensmittel verdorren, das Vieh wird krank, die Menschen aggressiv, jeder fühlt sich bedroht, obwohl keine wirkliche Gefahr zu erkennen ist. Degger Thul reist nach Tybay, um Shawn um Hilfe zu bitten und ihn vor der unbekannten Gefahr zu warnen. 

09 Februar 2019

Die Weltenwandlerin (Tybay Saga Band 1) von Tanja Kummer


http://leseratten-verlag.de/index.php/romane/tybay-saga
Grace ist ein hübsches, aufgewecktes und neugieriges Kind. Allerdings ist sie oft alleine, da ihre Eltern sehr abgeschieden leben und sie keine Geschwister hat. Jede Abwechslung in ihrem Leben ist dem kleinen Mädchen willkommen, Angst kennt es noch keine. So geht sie auch unerschrocken auf den Mann zu, der sich zwischen ein paar Büschen auf ihrem Grundstück versteckt. Begleitet wird dieser Mann von einem komischen Wesen, welches Grace erst für ein Tier hält. Doch welches Tier kann sprechen?
Das idyllische Szenario ändert sich schlagartig als aus dem Stall des Anwesens plötzlich schwarz gekleidete Männer in seltsamer Gewandung hervorstürzen und Jagd auf den Mann veranstalten, den Grace gerade erst kennen gelernt hat. König Balinor, denn um niemand anders handelt es sich, drückt dem Mädchen ein goldenes Amulett in die Hand mit der Bitte, dies eines Tages seinem Sohn Necom zu übergeben. Er weiß, dass er die Verfolgungsjagd nicht überleben wird und hofft, dass niemand dieses Kleinod bei Grace vermuten wird. 
Das merkwürdige Wesen, dass sich Eweligo nennt, wird ein Freund von Grace und führt sie durch ein magische Tor in eine andere Welt, in das Königrech Tybay. Von nun an lebt Grace in zwei Welten, allerdings erzählt sie niemandem von dieser fremden Welt und ihren Bewohnern, mit denen sie rasch Freundschaft schließt. Sie erhält einen Weltenring, der die Tore zwischen Welten öffnen kann, so dass es ihr von nun an möglich ist nach Tybay zu reisen, wann immer sie möchte.   

20 August 2018

Literatur auf der Liegewiese - Eine Veranstaltung des Leseratten Verlags im Freibad Wonnemar/Backnang


Das beschauliche Städtchen Backnang liegt nicht weit von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt, befindet sich aber abseits des Trubels einer hektischen Großstadt.
Zur Erbauung der rund 36.000 Einwohner gibt es ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm: Ein Figuren-Theater Festival, ein Rockmusical, ein Weindorf. Aber der absolute Höhepunkt fand am Sonntag, den 19.08.2018, im Freibad Wonnemar statt.
Eine Lesung des Leseratten Verlags aus den bisher veröffentlichten "Backnang Stories."


2018 steht ein kleines Jubiläum an. Diesen Herbst wird die inzwischen fünfte Ausgabe des Buches erscheinen, wo man die Gewinnergeschichten des regionalen Schreibwettbewerbes finden kann. Ein Grund mehr, diese humorvollen und unterhaltsamen Geschichten einem breiteren Publikum vorzustellen.
hinter diesen Toren
Heutzutage geht man nicht mehr wegen des Schwimmens in ein Freibad. Oder zur Erholung und Erfrischung oder einfach aus Spaß.

Heute besucht der Mensch das Freibad, um bei sonnigen 30 Grad einer Lesung zu lauschen, die unter anderem eine Weihnachtsgeschichte beinhaltet und wo tierische Ermittler durch den Schneematsch stapfen. Da fühlt man sich doch gleich etwas abgekühlt.
Obwohl ich zu Beginn befürchtete, dass die Lesung in dem Lärm der plantschenden Gäste
Der Verleger
untergehen würde, war diese Angst unberechtigt. Lautsprecher und Mikrofone sorgten für eine angemessene Lautstärke, die auch badende Gäste angelockte. Vor allem Kinder waren sehr neugierig, was der Einhornmörder da vorne so trieb.


Alle anwesenden Autoren der Lesung haben schon mehrfach bei den "Backnang Stories" mitgewirkt und auch schon Preise mit ihren Geschichten gewonnen. 
Heidrun Szillus
Den Reigen eröffnete Heidrun Szillus. "Himmlische Baileys Trüffel", wie der Titel lautet, verführt nicht nur Naschkatzen zu einer Köstlichkeit, sondern auch kleine Engel, die ebenfalls unter Gewichtsproblemen zu leiden haben.

Marina Heidrich
Marina Heidrichs Geschichte trägt den Namen: "Sahneschnittchen". Auch hier könnte man meinen, es handele sich um eine Köstlichkeit. Doch die Autorin schildert mit bitterbösem Humor, wie die Rache einer verlassenen Frau aussehen kann. Die Backnanger Bäcker scheinen bei den Autorinnen der Kurzgeschichten einen Stein im Brett zu haben, dass sie erneut bei einer der vorgetragenen Beiträge einen so wichtige Rolle spielen.

Als Zuhörer war man erleichtert, dass nach er ganzen Völlerei das Augenmerk diesmal auf ein anderes Thema gelenkt wird. Auf des deutschen liebstes Haustier: Die Katze. Patricia Rieger
 
Patricia Riegr
beendet den ersten Teil der Lesung mit ihrer Geschichte: " Die Vollmondkatze." Eine schöne und romantische Episode, in der eine junge Frau, die sich stets für die falschen Männer entscheidet, durch eine Vollmondkatze zu ihrem Glück geführt wird.
Nach einer 15 minütigen Pause, die keiner der Zuhörer zur Flucht benutzt hat, durfte Patricia Rieger erneut zum Mikrofon greifen. 
2015 gewann sie mit ihrer Kurzgeschichte: "Ein Fall für Bary Schäfer" den ersten Preis bei den "Backnang Stories."
Was so erfolgreich war, schrie förmlich nach einem Roman und so entstand ein Jahr später auch "Barny Schäfer - Operation Nadelspiel" und die Protagonisten Eddie und Barny durften einmal mehr beweisen, dass ältere Herren noch lange nicht zum alten Eisen gehören.
Das Patricia Rieger mit ihrer Kurzgeschichte verdient den ersten Preis gewonnen hat, konnte ich sofort verstehen. Sie beinhaltete alles, was man von einer guten Erzählung erwartet: Spannung, eine flüssigen Erzählstil, Humor und kein überflüssiges Wort, welches die Handlung verwässert hätte. Das überzeugte dann auch eine kleine Leserin aus dem Publikum, die mit einem strahlenden Gesicht  ein signiertes Exemplar erwarb.
Ein Beweis mehr, dass der Verleger, Marc Hamacher, den richtigen Riecher hat. Ende Oktober 2018 wird deswegen sogar eine Sonderausgabe der "Backnang Stories" für Kinder veröffentlicht. Interessierter Nachwuchs ist durchaus vorhanden.

Tanja Kummer
Danach kam dann endlich Tanja Kummer an die Reihe, sie war einer der Gründe, dass ich die Fahrt von Karlsruhe nach Backnang auf mich genommen hatte. Ihr Roma  "Sturm der Verbannten" hatte mich von der ersten Seite an gefesselt, nun wollte ich sehen, ob die Autorin sich auch kurz fassen kann. Ihre Geschichte "Frederik, das Einhorn" ist eine sanfte, leise und anrührende Geschichte über Freundschaft und Einsamkeit, die ebenfalls bei den Kindern Begeisterung hervor gerufen hat. In meiner Fantasie waren Einhörner bisher immer weiblich, doch Frederik hat auch mich gefangen genommen.

Marina Heidrich
Zum Abschluss der Lesung durfte noch einmal Marina Heidrich antreten.

In der Geschichte "Stille Guggenacht, heilige Guggetracht" hört man was passiert, wenn junge Menschen nicht mehr die weihnachtlichen Traditionen achten. Wo bekommt man an Heiligabend noch einen Weihnachtsbaum her, wenn sich die 90jährige, erzkonservative Erbtante plötzlich zu einem Weihnachtsbesuch ankündigt? Das schildert die Autorin in sehr unterhaltsamen Worten, erneut blitzt ihr schwarzer Humor zwischen den Zeilen immer wieder auf. Auch hier hat der Verleger das Talent seiner Autoren früh erkannt und deswegen ist Anfang des Jahres auch der erste Roman "Go!Dessia – Das Möhrchen-Massaker" erschienen. So zeigt sich, dass der Sinn der "Backnang Stories" aufgeht: Durch einen Schreibwettbewerb neue Talente zu finden und diesen dann auch die Chance zu geben, einen Roman zu veröffentlichen.
Für mich und alle anderen Zuhörer war es ein kurzweiliger, unterhaltsamer und humorvoller Nachmittag in netter Gesellschaft. Man konnte mit den Autorinnen ein paar Worte wechseln, sich Bücher signieren lassen und sich über die Bücher des Leseratten Verlages informieren. Die weite Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt.



Wann: Lesung vom 19.08.2018

Wo: Freibad Wonnemar in Backnang
Wer: Der Leseratten Verlag