Das Buch von Martin Schörle umfasst zwei
Theaterstücke:
"Nichtalltägliches aus dem Leben eines
Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen".
Hans Fredenbek ist das personifizierte Beamtentum.
Er ist kleinlich, penibel, überaus korrekt, fast schon pedantisch. Er hält dem
Leser/Publikum einen scheinbar endlosen Vortrag und kommt dabei von Hölzchen
auf Stöckchen. Als Leser ( und sicher aus als Zuschauer) bekommt man das Gefühl,
dass er ohne Punkt und Komma redet. Nachdem er über vier Seiten einen Monolog über das Radiergummi gehalten hat, kann man
diesem Mann die Liebe zu seinem Beruf nicht mehr absprechen.
Die Bandbreite der angeschnittenen
Themen ist vielfältig. Manche Dinge, die dieser Beamte anspricht, sind durchaus
bedenkenswert. Auch wenn man stellenweise schallend lacht, liegt dem Ganzen ein
gewisse Tragik zu Grunde. Wenn er über das Auswahlverfahren für Bewerber des
mittleren Dienstes referiert und deren
Allgemeinwissen bemängelt.
