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01 Mai 2022

Das finstere Tal von Thomas Willmann

 

Ein einsames, völlig isoliertes Tal in den Bergen. Erreichbar nur durch einen Spalt im Gebirge. Die Einwohner leben völlig für sich, ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Wissen um neue Errungenschaften und neue Technik. Was man zu Leben braucht, wird dem Boden abgetrotzt. Nur ein Mal im Jahr reist der Krämer in die Außenwelt, um Sachen zu besorgen, die man im Tal nicht selbst herstellen kann.
 
Die Bewohner dieses Tals mögen keine Fremden und so wird »der Greider«, als er im Tal ankommt, argwöhnisch betrachtet und man gibt ihm klar zu verstehen, dass er wieder abreisen soll. Doch der ruhige junge Mann gibt nicht nach. Er ersucht um ein Quartier und als Begründung für seine Ankunft gibt er an, dass er die Landschaft malen möchte. Als er einen Beutel Gold zückt, genug, um ein Quartier für ein ganzes Jahr zu bezahlen, bekommt er ein Zimmer bei der Witwe Gader und ihrer Tochter Luzie. 
Zuerst misstrauisch beäugt verhält er  sich so ruhig und unauffällig, dass man seine Anwesenheit nach und nach vergisst.