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11 Januar 2017

Stadt der Illusionen von Ursula K.LeGuin


http://www.fictionfantasy.de/stadt-der-illusionen



Falk ist ein Mann ohne Vergangenheit. Plötzlich kam er aus dem Wald, verdreckt, verletzt und hilflos, ohne sich artikulieren zu können. Zove und seine Familie nehmen den Fremden, der so anders aussieht und Augen wie eine Eule besitzt, freundlich bei sich auf. Sie pflegen ihn und bringen ihm alles bei, was man zum Leben braucht. Er verliebt sich in die Tochter des Hauses und es scheint, als habe er in der Enklave eine Heimat gefunden. Doch er ist rastlos, er möchte erfahren, woher er kommt und welcher Rasse er angehört. Also begibt er sich auf eine Reise in die ferne Stadt Es Toch, wo er sich Antworten erhofft. In Es Toch regieren die Shing. Sie sind Tyrannen und Unterdrücker der Menschheit, jeder warnt ihn, dorthin zu gehen aber er lässt nicht von seinem Vorhaben ab.

Kommentar:

Eine Mann ohne Vergangenheit, ohne Erinnerungen, auf der Suche nach sich selbst. Sicherlich kein innovatives Thema aber durchaus spannend erzählt. Auf seiner Reise begegnet Falk nicht vielen Menschen. Nach dem großen Krieg gibt es lediglich Reste von  Zivilisation und es finden sich nur noch Fragmente der alten Technik. Das Wissen um die Raumfahrt ging verloren. In diesem präindustriellen Zeitalter ist Überleben nicht einfach.

10 Januar 2017

Elfenbein von Mike Resnick



https://www.amazon.de/Elfenbein-Mike-Resnick/dp/3453079663/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1490790199&sr=8-1&keywords=Mike+resnick+Elfenbein
Es ist das Jahr 6303 des galaktischen Imperiums. Die Menschheit hat sich schon seit Jahrtausenden in der Galaxis ausgebreitet. Duncan Rojas arbeitet für ein unabhängiges Institut, ermittelt und recherchiert über kulturelle Artefakte der einzelnen Spezies, welch die Galaxis bewohnen. Eines Tages bekommt er den sehr lukrativen Auftrag, ein paar alte und seit Jahrtausenden verschollene Stoßzähne zu suchen. Über die Beweggründe schweigt sich der Auftraggeber, der sich Bukoba Mandaka nennt und angeblich der letzte noch lebenden Massai ist, aus. Duncan Rojas Neugier ist geweckt. Ist es zu Beginn nur ein einfaches Geschäft, lässt sich der Ermittler schon bald von der Geschichte der Stoßzähne gefangen nehmen, die eine 7000 Jahre lange Reise hinter sich haben und anscheinend allen Besitzern nur Unglück gebracht haben.

05 November 2016

Die Stahlhöhlen von Isaac Asimov mein SF Klassiker



Eliah "Lije"Baley ist ein ganz normaler Mensch. Als Polizeibeamter der Stufe C5 führt er ein einfaches und bescheidenes Leben mit  einigen Privilegien, die seinem Rang entsprechen.  Er lebt in einer der großen, überkuppelten Cities der USA.  Die Leere und Weite freier Flächen wirken auf ihn genauso erschreckend, wie auf seine Mitmenschen. Wie Ameisen in ihrem Bau oder Bienen  in ihrer Wabe leben die Bewohner der Erde  auf engstem Raum zusammen. Frische Luft, Sonnenlicht oder Spaziergänge in freier Natur kennen sie nur aus Filmen oder alten Erzählungen. Die Menschen passen sich an und rücken immer mehr zusammen, jedem ist unbewusst klar, dass diese Entwicklung auf Dauer nicht so fortschreiten kann.  Es gibt keine freien Märkte mehr, Lebensmittel werden zugeteilt, ebenso Wohnraum.  Ihre Ängste und ihre Probleme projizieren die Menschen auf die Roboter. In ihnen sehen sie die Ursache allen Übels.  Sie nehmen ihnen die Arbeitsplätze weg und erledigen die Arbeit günstiger und effektiver. Ihnen die Schuld an der Misere der Bevölkerung zuzuweisen ist ein einfacher Weg, stets haben die Menschen die Augen vor den eigentlichen Problemen verschlossen. 

31 Juli 2016

SF Kriminalgeschichten von Isaac Asimov



Das Buch setzt sich aus zehn sehr unterschiedlichen SF-Kriminalgeschichten zusammen. Man merkt den Geschichten teilweise ihr Alter an, sie haben aber nichts von ihrer Spannung verloren und Asimov ist einfach ein begnadeter SF Schriftsteller, dessen Zukunftsvisionen dem Leser oft den Atem rauben.
Der sprechende Stein (the talking stone) veröffentlicht im Magazin of Fantasy und SF Oktober 1955

29 Juli 2016

Maschinen von Ann Leckie



Auszug aus einer Rezension von www.fantasybuch.de

Man weiß nicht, was es ist. Äußerlich erscheint es weiblich. Sie/es ist Breq Ghaiad von Gerentate. Aber sie/es ist auch Eins Esq von der Gerechtigkeit der Torren, sie/es scheint selbst die Gerechtigkeit der Torren zu sein.
Sie/es erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Die ich Form gibt dem Wesen Persönlichkeit. Einst war sie/es Viele, doch sie hat ihre Gesamtheit verloren. Wo vorher hunderte von Augen und Ohren waren und alles wahr genommen hatten, steht Breq nun alleine da. Sie hat ihre Heimat, ihre Gefährten, ihre Bindungen, ihr Schiff, einfach alles verloren. Nur ein einziger Befehl wurde ihr implantiert. Den Schuldigen zu vernichten.
Breq ist kein Mensch, sie kennt keine Gefühle wie Rache, Trauer oder Wut, sie folgt lediglich einem letzten Befehl. Dieser Auftrag führt sie über den ganzen Kontinent, immer auf der Suche nach der ultimativen Waffe, die den Verursacher all des Leids und der der Vernichtung um sie/es herum töten kann. Auf dieser Suche begegnet Breq den unterschiedlichsten Menschen und ihren Motivationen. Dabei wird sie/es immer menschlicher und ist kaum noch als das zu erkennen, was sie/es ist.
Kommentar:
Der Inhalt dieser Geschichte lässt sich schwer zusammen fassen. Breq lebt seit hunderten von Jahren. Sie/es ist ein Androide, ursprünglich als unbesiegbares Wesen konturiert, eine Waffe für den Eroberungsfeldzug der Radch. Aufwiegler oder Feinde des Imperiums werden eingefroren und bei Bedarf in KI umgewandelt und wieder erweckt. Ein schmerzhafter und traumatischer Prozess, alle Erinnerungen an eine vorherige Menschlichkeit gehen verloren. Doch je mehr Kontakt Breq, auf der Suche nach der ultimativen Waffe, mit  den Menschen hat, umso menschlicher agiert sie/es. In Seivarden findet sie/es einen Weggefährten, zuerst Ballast, dann Freund. Seivarden erkennt die Natur des Wesens nicht, das er begleitet, er sieht sie/es als menschliche Frau an und kann es zuerst nicht verwinden, dass diese Frau ihm in allem überlegen ist. Denn auch wenn Breq von ihrem Schiff und ihrer Einheit getrennt ist, besitzt die doch weiterhin die Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit der Androiden.
Die Geschichte von Breq beginnt sehr verwirrend und ungeordnet, man findet als Leser sehr schwer Zugang. Verschiedene Erzählstränge sind ineinander verschachtelt und oft ist nicht klar, von welcher Episode seiner Existenz das Wesen Namens Breq berichtet. Auch die unterschiedlicher Bezeichnungen Esq eins und Gerechtigkeit der Torren verwirren zu Beginn sehr, da die Autorin keine Begriffe erklärt. Erst im Laufe der Erzählung erschließen sich einem die Zusammenhänge der einzelnen Episoden.
Viele Leser haben das Buch nach hundert Seiten aufgegeben. Auch ich war kurz davor, doch wenn man Geduld hat, wird die Ausdauer des Lesers belohnt. Die vollständige Rezension finden Sie hier

Titel: Die Maschinen (ancillary justice)

Reihe: Maschinen Universum Band 1

Autor: Ann Leckie

Übersetzer: Bernhard Kempen

Verlag:  Heyne TB, 544 Seiten
ISBN: 978-3453316362