31 Januar 2020

Die Lucifer Chroniken von Catherine Webb


Sam Linnfer, Luc Satise oder auch Sebastian Teufel, das sind die Namen, die der Fürst der Hölle benutzt, wenn er auf Erden wandelt.
Abgelehnt von seinem Vater und verachtet von seinen Brüdern, aus Elysium verbannt, wandelt der Verstoßene über die Welt und lernt, die Menschen zu lieben. Er hat Freunde unter den uralten Elfen, wie Wisperwind oder Adamarus und in Anette, einer Widerstandskämpferin im 2. Weltkrieg, findet er eine Geliebte. Sie alle akzeptieren ihn so wie er ist und als das, was er ist. Ein verschmitzter, spitzbübischer,  charmanter,  manchmal ernster junge Mann, der mehr gesehen und erlebt hat, als es je ein Mensch zu ertragen vermag.

30 Januar 2020

Top Ten Thursday 30.01.2020- Bücher mit einer Farbe im Titel

Diese Woche könnte ich sicher ein ganzes Buch mit Titeln füllen. In der Fantasy gibt es viele Bücher mit "golden" im Titel. Der goldene Narr, die goldene Horde, die goldene Kette. Alleine mit der Farbe gold hätte ich also schon die zehn Titel zusammen bekommen. Ich habe versucht, es etwas bunter zu gestalten und wieder etwas unbekanntere Bücher zu wählen. Schwarz ist in der Fantasy übrigens auch sehr beliebt.

Als erstes sind mir zu dem Thema sofort die Titel von Wilkie Collins eingefallen. Der rote Schal und die Frau in weiß. Ich liebe diese beiden Klassiker und habe sie auch als Straßenfeger DVD. So nannte man in meiner Jugend die Filme, die dafür gesorgt haben, dass die Straßen leer sind und die Menschen vor dem TV sitzen. Man nennt dieses Genre wohl Schauerroman.

Der rote Schal:
Zwei Freunde, die beide den verhängnisvollen Namen Allan Armadale tragen, stehen unter dem Fluch ihrer Väter, Rivalen bis zum Mord. Die Szene ist Wildbad, das Jahr 1832, und die Stadthonoratioren warten in festlichem Aufzug auf die ersten Kurgäste der Saison. Unter ihnen befindet sich der reiche, sterbenskranke Plantagenbesitzer Allan Armadale, dessen einziger Wunsch es ist, noch vor seinem Tod einen Brief für seinen Sohn zu beenden, in dem er die verhängnisvolle Geschichte seiner Familie erzählt und vor dem Namensvetter warnt: "Lege Gebirge und Meere zwischen Dich und jenen anderen Armadale. Nie dürfen sich die beiden auf dieser Welt begegnen - nie, nie, nie!" Doch ehe der Inhalt des Briefes dem Sohn enthüllt wird, kreuzen sich die Wege der beiden Armadales, und die schöne Unbekannte mit dem roten Schal löst eine Kette mysteriöser Verwicklungen aus, in die die Namensvettern bald verstrickt sind.
Die Frau in weiß:
Die Frau in Weiß ist ein Roman von Wilkie Collins, der 1860 erschien. Das Buch gilt als das erste dem Genre des typischen englischen "Mystery Novel" zugehörige Werk. Der Kunstlehrer Walter Hartright soll die beiden Halbschwestern Marian Halcombe und Laura Fairlie, die in Limmeridge House in Cumberland wohnen, im Zeichnen unterrichten. Am Abend vor seiner Abreise nach Cumberland verabschiedet sich Hartright von seiner Familie und macht sich erst nach Mitternacht auf den Heimweg. Vor London wird er von einer verängstigten Frau in Weiß angesprochen, die er in die Innenstadt begleitet und die ihn dort verlässt, ohne ihm ihren Namen verraten zu haben. Allerdings erwähnt sie, dass sie in ihrer Kindheit in Limmeridge House war. Nach ihrem Verschwinden hört er ein Gespräch, das ihn vermuten lässt, die Frau sei aus einem Irrenhaus geflohen.

27 Januar 2020

Im Bann der Fledermausinsel von Oscar de Muriel


https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Im-Bann-der-Fledermausinsel/Oscar-de-Muriel/Goldmann-TB/e542748.rhd
Während Adolphus McGray auf den Orkney Inseln weilt, um seine kranke Schwester zu besuchen, ereilt Ian Frey ein Hilferuf von Millie Fletcher.
Millie Fletcher hat einen unehelichen Sohn, der von dem Bruder ihres Dienstherrn gezeugt wurde. Sie gab das Kind in die Obhut eines Pfarrers und die ganze Angelegenheit wurde von der Familie Koloman vertuscht. Sie behielten Millie als Dienstmädchen, der Bruder von Mr. Koloman verschwand von der Bildfläche und unternahm monatelange Reisen. Erst auf seinem Sterbebett zeigte er Reue für sein Verhalten und änderte sein Testament zu Gunsten seines unehelichen Sohnes. Die Kolomans möchten nun, dass dieser Junge, Benjamin, in den Schoß der Familie aufgenommen wird aber Millie Fletcher fürchtet um das Leben ihres Sohnes und bittet darum, dass McGray und Frey in das abgelegene Herrenhaus kommen und Benjamin beschützen.

24 Januar 2020

Not macht erfinderisch - Sandor Fledermaus Band 3- von Dorothea Flechsig


https://www.glueckschuh-verlag.de/?s=Sandor&post_type=product
Tom hat sich in Rumänien in den kleinen Straßenhund Lupo verliebt und möchte ihn behalten. Seine Mutter Freyja bringt es nicht übers Herz, ihrem Sohn zu sagen, dass der Hund unmöglich mit nach Deutschland kommen kann. Ihr Vermieter verbietet Hunde und außerdem ist die Wohnung viel zu klein. Dass Jendrik in Sandor schon lange ein Haustier hat, weiß sie nicht. Als Hans Belz sich auf die Seite von Tom schlägt und es ihm ermöglicht, den Hund mitzunehmen, rastet Freyja aus. Jahrelang hat sie ihre Söhne alleine erzogen und sie fühlt sich von Hans nun hintergangen, indirekt wohl auch kritisiert.
Die beiden Jungen belastet der Streit der Erwachsenen sehr. Als Jendrik dann noch erfahren muss, dass ihrer Schulklasse ein neuer Lehrer zugeteilt wurde, ist er sehr traurig. Da kann nur noch Sandor mit seinem klugen Köpfchen und seinen ausgefallenen Ideen helfen, alles wieder ins Lot zu rücken.

23 Januar 2020

Top Ten Thursday 23.01.2020 - Bücher, die im Winter oder im hohen Norden spielen

Ich bin mir fast sicher, dass wir so ein ähnliches Thema schon hatten, denn drei der Bücher habe ich schon an einem Donnerstag erwähnt.
Da es ja gerade klirrend kalt ist, passt das Thema wirklich wunderbar. Viel Spaß mit meiner Auswahl, die sicher wieder kaum jemand kennt.

Die Fürstens des Nordens von Guy Gavriel Kay (spielt im hohen Norden)
Amazon hält es mal wieder für nötig, das Buch mit GoT zu vergleichen. Mich nervt das mittlerweile ziemlich. Guy Gavriel Kay kann wesentlich besser erzählen und schreiben als GRRM, was auch seine letzten beiden Bücher beweisen, die in einem fiktiven Japan spielen. Das Lied von Arbonne und die Löwen von Al Rassan zählen seit Jahren zu meinen Lieblingsbüchern.
Mordend und plündernd ziehen die Erlinger über die Meere. Kein Hafen, keine Siedlung sind vor den dunklen Kriegern sicher. Wo immer ihre Drachenboote auftauchen, verbreiten sie Feuer und Tod. Bis König Aeldred die Dämonen in seiner Seele bezwingt und ein Heer gegen die grausamen Beutejäger aufstellt. Doch bevor es zum entscheidenden Zweikampf kommt, gerät sein Sohn in die Tiefen des Geisterwalds, wo schauerliche Geschöpfe der Zwischenwelt auf ihre Opfer lauern.

19 Januar 2020

Wild Cards - die Hexe von Jokertown ( Jokertown Band 3) Herausgeber GRRM


In der Decke des Polizeireviers von Jokertown öffnet sich ein Loch und heraus purzeln die seit langem vermissten und entführten Joker. Franny Black. Pater Squid und Marcus haben es geschafft, der Spur der Opfer zu folgen, sie zu finden und zu befreien. Mollie Steunenberg, die den Übergang in das Polizeirevier geöffnet hat, verschließt ihn aber wieder, bevor Franny sich ebenfalls aus der Hölle Namens Talas retten  kann. So schließt er sich gezwungenermaßen Baba Yaga an, der Frau, die für all das Unglück der Joker verantwortlich ist. Er hält sie für das personifizierte Böse, als er jedoch die Hintergründe für ihre grausamen Taten erfährt, muss er seine Meinung über die alte Frau revidieren.

16 Januar 2020

Top Ten Thursday 15.01.2020 - auf welche kommenden Neuerscheinungen freust Du Dich

Ehrlich gesagt, achte ich nicht so auf Neuerscheinungen. Ich kaufe eher auf Messen, Conventions und Flohmärkten. Auf den Veranstaltungen kaufe ich dann, was mich anlacht, auf Flohmärkten versuche ich, meine Lücken zu füllen. Oder ich nehme vielleicht ein Buch außerhalb meines bevorzugten Genres mit, das mich reizt, das ich aber neu nicht kaufen würde. Da ich im Bloggerportal gemeldet bin, habe ich schon einige Neuerscheinungen 2020 in meine Merkliste eingetragen. 
Trotzdem werde ich mein Augenmerk auch 2020 eher auf Kleinverlage und Selfpublisher richten, auch wenn sie heute wenig vertreten sind.

Unanhängig davon ist mein Platz eins kein Buch im eigentlichen Sinne:
Fabienne Siegmund - Moon Bird Band 2 (Arthur)
Es gibt noch kein Cover oder eine Inhaltsangabe zu dem zweiten Band. Fabienne hat ja das Konzept des Fortsetzungsromans in Heftform aufgegriffen. Cassie aus Band eins hat mein Herz im Sturm erobert, wie bisher alle Hauptcharaktere der Autorin, und ich bin gespannt, wie es mit der Geschichte weiter geht. Ich verlinke die Rezension des ersten Bandes  nochmal und nehme auch das Cover von Teil eins, also nicht wundern. Und hoffentlich wird es 2020 auch etwas Neues von den Herbstlanden geben. 



Daniel Thiering - Alvion 2, Band 3 Krieg der Götter
Leider gibt es zu diesem Buch ebenfalls noch kein Cover und keinen Klappentext. Ich habe die Serie vom ersten Band an verfolgt und der Autor ist so nett, mir jeden neuen Teil als Rezensionsbuch zu schicken. Ich finde das sehr großzügig, denn die Gestaltung und der Druck des Buches sind sicher nicht günstig. Die Cover von Michel Fourage können absolut mit denen von Timo Kümmel mithalten, der die schönsten Cover im Bereich Fantastik gestaltet. Der letzte Band wurde mir schon per Message angekündigt, ich verlinke hier einmal Band eins und nehme das Cover dazu, damit ihr einen Eindruck gewinnen könnt, um was es geht und warum ich die Cover so toll finde.


Anton Serkalow - Nighthunter Sammelband zwei
Tja, hier ist eindeutig Weltenwanderer Schuld an meiner Sucht. ich habe den Autor durch ihre Website kennen gelernt und auch hier war ich zuerst durch das Cover angefixt. Der Sammelband wird wieder drei Geschichten beinhalten, von dene zwei schon als Ebook erschienen sind. Somit ist es eigentlich keine wirklich Neuerscheinung aber die letzte Geschichte fehlt ja noch. Ich verlinke meine Rezension zum ersten Sammelband und nehme auch das Cover, da für den neuen Sammelband noch kein Cover vorliegt. Wer sich ausführlich über den Autor informieren möchte, kann das auf seiner Website


Der Leseratten Verlag veröffentlicht 2020 unter anderem zwei Anthologien, auf die ich mich freue. Wer die Ausschreibung von Waypoint59 verfolgt hat, weiß, wie bekloppt und lustig es bei den Ausschreibungen des Verlags immer zugeht. Die Autorenliste zu beiden Anthologien ist noch geheim. Aber egal, wer vertreten sein wird, es werden verrückte, lustige, spannende und unterhaltsame Geschichten sein, die völlig außerhalb aller Erwartungen liegen werden.
Die zweite Anthologie, neben Waypoint59, heißt "blutige Welten" und eshandelt sich um crossover Geschichten zwischen Horro/SF/Fantasy. Mal sehen, was dabei heraus kommt. Der Klappentext dazu wurde mir vorab zur Verfügung gestellt:
Warnhinweis: Blutige Welten sollten Sie nicht anwenden, wenn Sie glauben, dass sich Halblinge und Elben nicht zur Neubesiedlung fremder Planeten eignen, Sie Engel, Vampire und Drachen für allmächtige Wesen halten, Angst vor Leichensäcken, Riesenpenissen und Kängbibern haben oder denken, David Bowie wäre kein Außerirdischer. Dosierung: Wir empfehlen Blutige Welten nur in kleiner Dosierung zu sich zu nehmen. Darum haben wir 13 Anwendungen von den besten Fantastik Autoren vorbereiten lassen, in denen Fantasy, Science-Fiction, Humor, Horror und Verschwörungstheorien in verschiedensten Anteilen vermengt wurden. Bei Überdosierung: Gehen Sie ins Bett und schalten Sie das Licht aus. Schlafen ist die beste Medizin … wenn Sie denn noch schlafen können.

Joe Abercrombie - Zauberklingen
Ein neuer Band der Klingen Saga und ich bin gespannt, ob der Autor das Niveau halten kann. Erscheint Februar 2020.
In einer Welt, in der der sprichwörtliche Dolch im Rücken gerne wörtlich genommen wird, ist es gefährlich ohne Verbündete. Das spürt nicht nur der Soldat Leo dan Brock, der an der erbittert umkämpften Grenze Anglands auf die Hilfe des Königs wartet. Auch Savine dan Glokta, Tochter des meistgehassten Mannes der Union, muss auf ihrem Weg an die Spitze der Gesellschaft erkennen, dass Wille allein noch keine Macht sichert. Und während neue Kräfte Chaos stiften, erhebt sich auch die alte Magie noch einmal, als die Häuptlingstochter Rikke mithilfe einer verrückten Hexe ihre eigenen Zauberkräfte zu entdecken beginnt. Doch zu welchem Preis? 

Peter A.Flannery - Battle Mage, Rückkehr der Drachen
Wer den ersten Band gelesen hat, wird diesen Titel als genauso verheißungsvoll ansehen wie ich.  
Kampf der Magier gehörte zu meinen Highlights des Jahres 2019 
Noch immer tobt in den Sieben Königreichen von Grimm ein schrecklicher Krieg zwischen den Menschen und der übermächtigen Armee der Besessenen. Um das Blatt zugunsten der Menschen zu wenden, wagt der junge Kampfmagier Falco Dante ein ebenso kühnes wie verzweifeltes Unterfangen: Er will einen schwarzen Drachen beschwören und auf ihm in die alles entscheidende Schlacht gegen die Besessenen ziehen. Doch schwarze Drachen sind wahnsinnig, das weiß Falco besser als jeder andere, schließlich wurde sein eigener Vater von einem getötet. Dann stößt Falco auf ein Geheimnis, das tief in der Vergangenheit der Sieben Königreiche von Grimm verborgen liegt und das die schwarzen Drachen in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt.

John Gwynne - Blut und Knochen Band 2, Zeit des Feuers.
Zuerst dachte ich ja, och nö, da möchte sich jemand seinen Erfolg der ersten Quadrologie zu nutze machen und einen Abklatsch davon auf den Markt bringen. Weit gefehlt. In Blut und Knochen hat sich die Welt geändert und der Autor bringt viele neue Ideen ein. Ich war vom ersten Satz an gefesselt und freue mich auf den nächsten Band. Ich verlinke die Rezension zum ersten Band des zweiten Zyklus würde aber jedem empfehlen mit dem Zyklus "Die Getreuen und die Gefallenen" zu beginnen 
Die Welt der Menschen steht auf Messers Schneide: Drem und seine Freunde wurden Zeugen, wie sich einfache Menschen in reißende Bestien verwandelten und sich ein Dämon von den Toten erhob. Dessen Hohepriesterin Fritha ist den Gefährten nun auf den Fersen. Doch nicht nur von ihr droht Gefahr: Riv hütet ein Geheimnis, das die hochmütigen Ben-Elim stürzen könnte. Werden die jungen Helden ihr Land retten angesichts der sich erhebenden Dunkelheit? 

Richard Morgan- Das Zeitalter der Helden
Erwachen
Imperium
Dunkelheit
Glühender Stahl von Richard Morgan gehört zu meinen alle time favorites und ich bin absolut gespannt auf die Neuauflage, die unter dem Titel "Erwachen" erscheinen wird. "Imperium" ist schon unter dem Titel "das kalte Schwert" erschienen und reichte nicht mehr ganz an Band eins heran. Ein Band drei von Ringils Abenteuer war mir bisher nicht bekannt, umso mehr freue ich mich nun auf eine Fortsetzung. Ich verlinke die Rezension zu glühender Stahl, am Inhalt des Romans wird sich ja sicher nichts geändert haben. Rein optisch gefallen mir die neuen Cover besser.

Steven Erikson - Das Spiel der Götter, auf den Schwingen der Dunkelheit 
Ich bin gespannt, ob das Buch tatsächlich 2020 erscheinen wird. Der Erscheinungstermin wurde schon einmal verschoben. Für Fans der Serie, die ungeduldig auf den Abschluss der grandiosen Saga warten, eigentlich ein Ärgernis. Wenn man aber weiß, dass eine Krankheit der Verzögerung zu Grunde liegt, wartet man gerne und wünscht Tim Straetmann alles erdenklich Gute und eine baldige Genesung. Hier der Link zu Band 16. Für mich die beste High Fantasy Serie, die es gibt.


Francesco Dimitri - Das Buch der verborgenen Dinge.
Hier kling einfach der Klappentext interessant:
Fabio, Mauro, Tony und Arturo sind schon seit ihrer Schulzeit befreundet, und obwohl das Leben sie inzwischen in alle Himmelsrichtungen verstreut hat, treffen sie sich einmal im Jahr in ihrem apulischen Heimatdorf Casalfranco. Das haben sie sich versprochen, das ist der Pakt. Doch in diesem Jahr ist alles anders, denn Arturo taucht nicht auf. Ausgerechnet er, der sie einst auf den Pakt eingeschworen hat. Beunruhigt fahren die drei Freunde zu Arturos abgelegenem Bauernhof – nur um das Anwesen völlig verlassen vorzufinden. Sofort ist ihnen klar, dass ihrem Freund etwas zugestoßen sein muss, und sie machen sich auf die Suche nach ihm. Eine Suche, die sie nicht nur in ihre eigene Vergangenheit führt, sondern auch zu einem magischen Geheimnis..


Natürlich werden einige Krimi Reihen fortgesetzt und es soll ja auch ein neuer Harry Dresden erscheinen. Lassen wir und überraschen.

11 Januar 2020

Der Fluch des Hauses Fokett ( Gower Street detective Band 2) von M.R. Kasasian


London ist bekannt für seine vielen Clubs, die aus teilweise sehr skurrilen Gründen oder abstrusen Wetten entstanden sind. Doch so etwas wie der „Finale Sterbefall- Verein“ ist auch Sidney Grice bisher nicht untergekommen. Dabei handelt es sich um einen Verein, deren letztes überlebendes Mitglied in den Genuss des Vermögens der anderen Mitglieder kommt. Natürlich ist es absehbar, dass nun jeder der Teilnehmer dieser abstrusen Runde versucht, die anderen Vereinsmitglieder ins Jenseits zu befördern. Daher tritt Horatio Green, einer der Beteiligten, an den berühmten Detektiv heran. Dieser soll verhindern, dass die Mitglieder sich gegenseitig umbringen. Leider ist es zu spät, denn Horatio Green stirbt während seines Besuches bei Sidney Grice. Ein gefundenes Fressen für die Presse, die den Detektiv seit seinem letzten Fall noch immer auf dem Kieker hat.

02 Januar 2020

Top Ten Thursday vom 02.01.2020 - meine zehn Buchhiglights 2019

Frohes neues Jahr allen Leserinnen und Lesern und vielen Dank für eure Treue.
Eigentlich wollte ich diese Woche aussetzen, denn die Liste von letzter Woche müsste mit der heutigen Auswahl fast identisch sein. Ich habe mich aber entschlossen auf die AutorInnen, dich ich in den letzten Wochen mehrmals gelistet habe, zu verzichten.
Ich werde also Tanja Kummer, Anke Höhl-Kayser, Joachim Sohn, Dieter R.Fuchs, Susanne Pavlovic, Monika Grasl, Claus M.Schwarz, Anton Serkalow, Ian Cushing, Jörg Benne und Craig Johnson nicht nennen und auch das Buch Witchmark nicht erwähnen. Denn sonst hätte ich tatsächlich fast eine 1:1 Liste.
Ich habe mir das gesamte Lesejahr 2019 nochmals angeschaut und tatsächlich einige Titel gefunden, die mich ebenfalls begeistern konnten, die aber bisher kaum genannt wurden:


Die Klinge von Namara von Kelly McCullough
Die Serie um Aral Königsmörder hat mich sehr begeistert. Ich mag kaputte Helden, die sich von einem Tiefschlag erholen und wieder zu ihrer alten Form zurückfinden. Aral Königsmörder ist so ein Held. Ein Assassine, der im Auftrag seiner Göttin gehandelt hat. Als diese stürzt und vernichtet wird, verlierte Aral seinen Lebensinhalt. Selbtsmord kommt aber nicht in Frage, da er mit einem Wesen aus einer Schattenwelt verbunden ist, dem kleinen Drachen Triss. Arals Tod würde auch Triss Tod nach sich ziehen und diese Schuld möchte der lebensmüde Mann nicht auf sich laden. Wie Aral seinen Lebensmut zurück gewinnt und über sich selbst hinaus wächst, lest ihr in den Königsmörder Chroniken. Mittlerweile liegen sechs Bände der Serie vor und ich warte immer noch auf eine Schuberausgabe.

01 Januar 2020

Die Stürme des Zorns- Die Sturmlicht Chroniken Band 4 von Brandon Sanderson SPOILER!!


https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Stuerme-des-Zorns/Brandon-Sanderson/Heyne/e518384.rhd
Es ist ein langer und steiniger Weg vom Sklaven zum Leibwächter des zweitmächtigsten Mannes im Land. Jeder Schritt war eine Mühsal, hart erkämpft aber am Ende steht der verdiente Lohn. Brücke vier hat etwas geschafft, was als unmöglich galt. Sie hat überlebt. Kaladins unfehlbarer Charakter, seine Treue, sein Mut und seine Ehrlichkeit haben die Männer zu einer Truppe zusammengeschweißt, in der jeder sein Leben für den anderen geben würde. Obwohl mittlerweile keine Sklaven mehr, behalten die Männer die Rituale von Brücke vier bei. Sie bilden immer noch eine feste Einheit innerhalb Dalinars Truppen und gelten als Vorbild für jeden tapferen Kämpfer.

Die Tänzerin am Abgrund von Brandon Sanderson (Sturmlicht-Chroniken Ergänzungsband)


https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Taenzerin-am-Abgrund/Brandon-Sanderson/Heyne/e497782.rhd
Lift rettete einst dem jungen Gwax das Leben, mittlerweile ist Gwax Herrscher über das Reich Azir. Natürlich ist es dem neu ernannten Kaiser wichtig, seine Lebensretterin an den kaiserlichen Hof zu holen. Sie soll alle Privilegien erhalten, die dem Adel vorbehalten sind. Bildung, Reichtum, Macht, sowie seine Freundschaft. Doch Lift wünscht sich nur eines: Freiheit.

29 Dezember 2019

Der Magier von London - Alex Verus Band 3 von Benedict Jacka



https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Magier-von-London/Benedict-Jacka/Blanvalet-Taschenbuch/e559294.rhd
Alex Verus ist der Besitzer eines kleine Ladens für magische Artikel und Krimskrams in Campden Town. Dass er tatsächlich ein Magier ist und echte magische Gegenstände sein eigen nennt, wissen nur die wenigsten Menschen. Sie wundern sich höchstens, dass das Geschäft so oft geschlossen ist. Denn ob er will oder nicht, Alex Verus wird immer wieder in die Angelegenheiten des weißen Rats hineingezogen, obwohl er weder den Weißmagiern noch den Schwarzmagiern nahe steht. Auch dieses Mal ist es wieder Talisid, der Alex Verus um Hilfe bittet. Immer mehr Magierlehrlinge verschwinden spurlos. Und trotz all ihrer Fähigkeiten gelingt es den Magiern nicht, irgendeine Spur der Entführer oder der Entführten zu finden. Also ist Detektivarbeit gefragt und kaum jemand kann das besser, als der Einzelgänger Verus zusammen mit seiner Auszubildenden Luna. 

26 Dezember 2019

Top Ten Thursday 26.12.2019 - 10 AutorInnen, die Du dieses Jahr kennen gelernt hast und ihre Bücher

Ich mache dieses Woche noch mit und setze dann nächste Woche aus, denn der Beitrag am 02.01.wäre fast identisch mit dem von dieser Woche. Die meisten der AutorInnen, die ich 2019 kennen gelernt habe, haben mir auch gleichzeitig ein Buchhighlight beschert. 
Eine besondere Freude haben mit dieses Jahr auch die persönlichen Treffen bereitet. Michaela Göhr hat auf der BuCon aus ihrem Fantasten gelesen und Mi Schäfer ist tatsächlich nach Baden Würtemberg angereist, um unsere bekloppte Büchertruppe kennen zu lernen. Fabenne Siegmund war auf der FeenCon in Bonn und hat aus Moon Bird gelesen, eine Geschichte, die man von ihr so nicht erwartet hat, die aber genauso mein Herz berührt hat, wie alle ihre Erzählungen. Tanja Kummer habe ich ebenfalls wieder getroffen, es ist immer wieder eine Freude, so liebenswerte und nette AutorInnen zu kennen. Alle kenne ich allerdings schon länger als seit 2019, daher darf ich sie diesen TTT nicht nennen.
Für die meisten LeserInnen meines Blog wird diese Liste sicher langweilig, denn die meisten Bücher und AutorInnen habe ich schon mehrmals genannt.
Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und bedanke mich für dafür, dass ihr meinen Blog lest. 

Monika Grasl
Von ihr habe ich dieses Jahr die Reise der Weisen gelesen und die Chronik der Dämonenfürsten Band eins. Mittlerweile gibt es vier Bände dieser Chronik, also wird mich Monika Grasl sicher auch 2020 noch begleiten. Obwohl die Bücher sehr unterschiedlich sind und verschiedenen Genre angehören, haben sie mich beide gefesselt und sehr gut unterhalten. 

24 Dezember 2019

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen meinen Lesern und Followern ein wundervolles Weihnachtsfest. Vielen Dank für eure Treue und eure stets lieben Kommentare zu meinen Beiträgen. Sicherlich möchte ich hier mehr machen, damit mein Blog abwechslungsreicher wird. Aber so lange ich arbeite und 12 Stunden täglich außer Haus bin geht das nicht. Daher freut es mich umso mehr, dass ihr dabei bleibt, auch wenn ich nicht so viel zu bieten habe wie andere Blogs und es nicht täglich einen Beitrag gibt.
Es war ein wundervolles Jahr mit sehr vielen Treffen, Messen und Conventions. Ich habe sehr liebe Menschen kennen gelernt, mit denen ich eines gemeinsam habe: Die Sucht nach schönen und spannenden Büchern. 
2020 wird sicher wieder ein ereignisreiches Jahr und ich werde hoffentlich noch mehr Bookaholics kennen lernen.
Einen Beitrag wird es 2019 noch geben. Das Top ten Thursday Thema für den 26.12.2019 lautet: 
Welche AutorInnen habt ihr 2019 kennen gelernt und mit welchem Buch haben sie euch begeistert.



Bildunterschrift hinzufügen


Codename Blade - die übernatürlichen Fälle der Agentin Clements von Daniel O'Malley


Zwei Organisationen, die seit dem 17. Jahrhundert verfeindet sind, treffen sich zum ersten Mal in der Geschichte ihres Bestehens, um ein Friedensabkommen zu schließen. Eingefädelt hat dieses Treffen Rook Myfanwy Thomas. Eine Delegation der Broederschap trifft in London ein und wird unter strengsten Sicherheitsauflagen in einem Hotel untergebracht. Nicht jeder aus der Chequey ist damit einverstanden, dass der seit Jahrhunderten verhasste Feind nun ein Verbündeter werden soll. Und schon bald ist klar, dass diese Gegner mit allen Mitteln versuchen, die Verhandlungen zu sabotieren. Dabei geraten nicht nur hochrangige Gäste in Gefahr sondern auch Zivilisten, etwas, was die Angehörigen der Chequay unbedingt vermeiden möchten. 

21 Dezember 2019

Das dunkle Fort von Simon R. Green


Seit zehn Jahren ist der Dämonenkrieg vorbei, geblieben ist das Fort an der Grenze, errichtet um die Menschen frühzeitig zu warnen, sollten sich die Dämonen wieder erheben.
Zehn Jahre lang gab es regen Verkehr zwischen der Grenze und dem Hagreich und Zauberer konnten stets mittels Gedanken zu dem Fort Kontakt aufnehmen. Doch plötzlich, eines Tages: Nichts mehr!  Keine Botschaften, keine Brieftauben, kein Gedankenaustausch, es scheint, als wäre das Fort vom Angesicht der Welt verschwunden.
Ranger Duncan MacNeil  und sein Trupp werden ausgeschickt um herauszufinden, was mit der Besatzung des Forts passiert ist und warum jeder Kontakt unterbrochen wurde. Die Feste steht auf der Grenze zum Nachbarherzogtum und es scheint nicht unwahrscheinlich, dass das Schweigen mit einem Angriff Grundländer in Verbindung steht.

18 Dezember 2019

Top Ten Thursday 19.12.2019 -rund um Weihnachten


Eigentlich wolte ich diese Woche aussetzen, weil ich einfach momentan zu wenig Zeit habe. Da mir aber dann zu fast allen Themen spontan Titel eingefallen sind, habe ich jetzt doch einen Beitrag verfasst. Viel Spaß damit. ich wünsche euch allen einen schönen vierten Advent und wundervolle Weihnachtstage. Ich bin dieses Jahr das erste Mal bei TTT dabei und habe mich sehr nett aufgenommen gefühlt. Und meine Wunschliste ist ins Unendliche gewachsen.

Ein Cover so weiß wie Schnee
Die Chroniken von Chaos und Ordnung- Thorn Gandir von J.P. Praßl
Für mich eine der herausragendsten Serien im deutschsprachigen Raum. Für mich ein Level mit Sanderson oder Erikson.
Thorn Gandir, Waldläufer und Krieger, verliert während der Sklavenaufstände im Einsatz für den Senatsvorsitzenden Antonius Virgil Testaceus alles, was je Bedeutung für ihn hatte. Trotzdem lässt er sich dazu hinreißen, für seinen machthungrigen Mäzen Valians Zepter zu finden, das Gerüchten zufolge von einem mächtigen Feind des Imperiums entwendet wurde. Begleitet von der Söldnerin Chara Viola Lukullus, dem Kriegspriester Telos Malakin und dem Barbaren Bargh Barrowsøn macht er sich auf die gefährliche Reise durch die aschranische Wüste. Doch Thorn kann sich nicht sicher sein, wer Freund oder Feind ist … und welche Rolle er selbst dabei spielt, denn das Chaos ist gerade erst dabei, aus dem Verborgenen ans Licht zu treten.
Das fand ich schon etwas schwierig, ich habe kein Buch mit einem reinen weißen Cover

14 Dezember 2019

Das Kuckucksei von C.J. Cherryh


Der Shonunin Duun und der Junge Dorn leben sechzehn Jahre völlig isoliert in Sheon, einem Landsitz abseits des städtischen Lebens.
Der Junge kennt niemanden außer seinem alten Betreuer. Je älter das Kind wird, desto mehr erkennt er die Unterschiede zwischen sich und seinem Lehrmeister. Dieser verfügt über ein Fell, das den ganzen Körper überzieht, scharfe spitze Zähne und nur vier Finger. Dorn ist sich aber sicher, dass es in der Stadt noch andere wie ihn gibt und die äußerlichen Unterschiede nicht von Belang sind. Weder dementier noch bestätigt Duun diese Annahme. Die Ausbildung des Jungen ist hart, fast grausam. Duun möchte seinen Schützling zu einem Hatani ausbilden, einem Meisterkämpfer, wie er einer ist. Zu einem Mann, der nur mit dem Verstand entscheidet und sich durch Gefühle nicht beeinflussen lässt.
Oft muss sich Duun folgenden Satz anhören: " Du darfst nicht sagen, dass Du es nicht kannst! Du bist so. Die Welt wartet nicht auf Deine Launen."

12 Dezember 2019

Top Ten Thursday 12.12.2019 - neue Bücher auf deinem SUB

Diese Woche ist es ja ein sehr leichtes Thema. Da ich mir aus den letzten Top Ten Thursday einige Bücher zugelegt habe und auf der BuCon fündig geworden bin, habe ich in den letzten Wochen mehr als zehn Büchern ein neues Zuhause gegeben. Normalerweise ertausche ich Bücher bei Tauschticket oder kaufe sie auf dem Flohmarkt, da es doch zu sehr ins Geld geht, jedes gewünschte Buch neu zu kaufen. Ich habe einige Bilder von Serien gemacht, da ich Serienjunkie bin und mir meisten die Reihe komplett hole. Das zähle ich aber als ein Buch, auch wenn es geschummelt ist. Viel Spaß beim anschauen, vielleicht findet ihr ja eine Inspiration.


Codename Blade - die übernatürlichen Fälle der Agentin Clements von Daniel O' Malley
Ich habe den Vorgängerband ROOK ja schon regelrecht verschlungen. Normal denkt man ja als Leser, dass ein Folgeband bei weitem nicht mehr so gut sein kann wie das Debut. Aber weit gefehlt. ich lese es gerade und bei ca. 500. Das Buch hat wieder über 800 Seiten und ich habe mich bisher keinen Satz lang gelangweilt. Der Ideenreichtum des Autors kennt wohl keine Grenzen.
Einer der bedeutendsten Friedensverträge der Neuzeit steht bevor – und die Normalsterblichen werden nie davon erfahren. Die britische Behörde zur Bekämpfung von Monstern will sich mit einer Bruderschaft von Monstermachern verbünden. Doch in beiden Organisationen gibt es Widerstand gegen den Frieden. Auch die britische Agentin Clements ist nicht begeistert von der Vorstellung, dass ihre Erzfeinde plötzlich ihre Verbündeten sein sollen. Da gibt es einen Anschlag auf die Delegation, und Clements wird die Leibwächterin von jemanden, den sie verabscheut: einem Mitglied der Bruderschaft

10 Dezember 2019

Leonardo und der Tod von Petra Berger

Gevatter Tod war es wieder einmal langweilig. Das kam in den letzten Jahrhunderten öfter vor. Außer, immer in seinem dunklen Gewand, mit einer Sense in der Hand in einem dunkel eingerichteten Haus zu hocken und ab und zu mal ein paar Menschen abzuholen, hatte er nichts zu tun. Und für was? Lohn und Brot brachte es nicht, Freunde erst recht nicht. Also all die Arbeit nur, damit die Menschheit ihn fürchtete?  Doch auch das war langsam vorbei, je aufgeklärter die Menschen wurden desto weniger hielten sie es mit der Religion stellte er in letzter Zeit fest. Keinen Respekt, keine Furcht, kein Lohn, keine Gesellschaft - ein beschissener Job, dachte der Tod immer öfter.



 

Zwar gab es immer noch unfassbar viele, überflüssige Kriege mit unzähligen Toten auf der Welt. Aber die gab es schon immer. Die Menschen liebten es eben, sich gegenseitig das Leben wegen Nichtigkeiten schwer zu machen. Nicht sein Bier. Natürlich gab es noch die Sterbenden, die sein Mitleid erweckten. Die langsam dahin siechenenden oder die jungen Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit starben. Warum erfanden die Menschen nicht einfach ein paar passende Heilmittel statt immer neue Waffen? Aber sie waren eben unbelehrbar. Und auch die, für die er Mitleid hatte, holte er stets mit stoischer Miene ab. Wäre ja noch schöner, wenn sein Ruf als gnadenloser Sensenmann einen Riss bekäme. Also tat er, was der Tod machen musste.

Früher, ja früher konnte er sich noch mit seinen Besuchern unterhalten bevor er sie an einem der Tore abgab. Ob sie in die Hölle oder in dem Himmel kommen, ist ihm dabei egal. Er macht nur seinen Job.

Aber damals, im Mittelalter und bis ins 18 Jahrhundert hinein, akzeptierte man ihn als den, der er war und diskutierte mit ihm die aufregendsten und seltsamsten Themen. In den alten Zeiten verwechselte man ihn allerdings noch oft mit den Göttern der Unterwelt, nannte ihn Luzifer, Satan oder Osiris, dabei sind das definitiv zweierlei Paar Schuhe. Nein, er ist der Tod, eine eigenständige Persönlichkeit mit starken Charakter und unbestechlich. Er holt die Menschen ab und bringt sie an das Tor. Wohin auch immer es von da aus geht ist ihm egal, er ist neutral, er ist der Sensenmann, der Schnitter, der Tod.

Hören wir doch zu, was er selbst zu seiner Situation zu sagen hat:

»Was waren das für Diskussionen, als ich diesen sogenannten Hunnenkönig Atilla  abholte, mitten in seiner Hochzeitsnacht. Als hätte er vorher nicht schon genug Frauen gehabt«, empörte sich Gevatter Tod. »Er erklärte mir lang und breit, dass er noch das oströmische Reich strafen wolle, das eines seiner Siedlungsgebiete angegriffen hatte. Tja, hätte er weniger gefeiert, gesoffen und herum gehurt, dann hätte er diesen Plan noch vor seinem Ableben verwirklichen können. Aber nein, ICH bin schuld. Ist das gerecht? Ich mache doch nur meinen Job und wenn jemand auf der Abholliste steht, dann ist das eben an der Zeit«, klagte er weinerlich. 
»Um Friedrich I. tat es mir leid, er sorgte für regen Nachschub an Arbeit für mich. Das waren wirklich ertragreiche Zeiten. Sein Tod durch Ertrinken wurde diesem großen Mann irgendwie nicht gerecht aber Auftrag ist Auftrag. Meine Sense setzte dabei tatsächlich etwas Rost an. Ich glaube, Wasser ist nicht unbedingt gut für das alte Ding, ich überlege schon lange, dieses altmodische Teil zu ersetzen. Aber es wirkt so authentisch und überzeugend«. Er musterte kritisch sein Arbeitsgerät und seufzte theatralisch. 
»Ahhh und der Tod von Dschingis- Khan. Mehr als 2000 Seelen wurden mir bei seiner Beerdigung zugeführt. Natürlich war auch der Führer der Mongolen extrem verstimmt als ich ihn, seiner Meinung nach vor seiner Zeit, abberief. Er war schon ein kleiner nimmersatt, als würden 19 Millionen km² Land nicht reichen. Wegen ihm musste ich sogar Überstunden einlegen. Gierschlund elender«, grummelte er weiter. 
»Meinen letzten wirklichen Spaß hat ich mit Leonardo da Vinci. Was war das doch für ein beeindruckender, aufgeweckter und neugieriger Geist. Er wollte mich tatsächlich studieren und stellte mir zig Tausend Fragen über meine Existenz. Mathematik, Physik, Architektur und Kunst, nichts war diesem Mann fremd. Wie gerne hätte ich ihn als Gast länger bei mir behalten. Aber mit wird ja leider nichts gegönnt.«

Der Tod versank immer mehr in Grübeleien und blies weiter Trübsal. Und langsam reifte in ihm eine Idee. Was wäre, wenn er diese schillernde Figur einfach aus der Hölle entführen würde?  Der Teufel hatte unzählige Seelen, der würde den Verlust einer einzigen sicher nicht merken. Er machte sich nichts aus seinen Besuchern, kümmerte sich kaum um sie, außer, er bekam wieder diese Teufelsanwandlungen und wollte jemanden quälen. Dafür zog er aber die heran, die es wirklich verdient hatten. So wie Oppenheimer, der sich anmaßte, sich selbst »den Tod« zu nennen. Darüber ärgerte sich der Sensenmann noch heute, immerhin war ER einzigartig. Ihn hatte der Tod gerne abgeholt und am Höllentor abgeliefert und dabei Luzifer dezent darauf hingewiesen, dass dieser Mensch doch etwas mehr zu quälen sei.

Gesagt getan, Gevatter Tod schlich sich unauffällig in das Domizil von Lucifer. Dabei nahm er den Hintereingang.  Dieser Bereich, der von Thanatos verwaltet wurde, war schon länger verlassen und niemand bemerkte sein Eindringen. Seit es Herakles und Sysiphos gelungen, war  ihn zu überlisten, gab sich Thanatos dem Suff hin und hatte kein Augenmerk mehr auf das Tor. Gevatter Tod suchte und fand Leonardo, der gerade dabei war, eine neue Skulptur des eitlen Gecken Luzifer zu modellieren und nahm ihn flugs mit zu sich.

Leonardo war etwas überrascht, sich plötzlich an einem anderen Ort zu befinden aber als aufgeweckter Geist stellte er sich sofort der neuen Situation. Er sah sich um und runzelte die Stirn.

»Ich kenne Dich doch, Du hast mein irdisches Dasein beendet. Du siehst noch genauso trist und langweilig aus wie damals, als Du mich abgeholt hast. Aber wir hatten ein paar gute Dialoge, das kann ich nicht leugnen.« Kritisch und etwas verächtlich musterte der große Meister die Umgebung. 
»Wie wäre es mit einer Renovierung und Neuausstattung dieses öden Palastes?«, meinte das Genie, während es sich weiter abschätzig umblickte. Seine wahren Gedanken sprach er lieber nicht aus. Öde, langweilig, trostlos, farblos, unmodern, das waren ein paar der Adjektive, die ihm zu dieser Bude einfielen. Zwar geräumig aber alles so....tot irgendwie. 
Der Tod war etwas pikiert ob der respektlosen Anrede seines Gastes aber hatte er den berühmten Künstler und Architekten nicht gerade deshalb zu sich geholt? Also nur keinen Ärger zeigen und Leonardo erst einmal schwadronieren lassen. 
»Ich habe Dich geholt, damit Du mir die Langeweile vertreibst und mir ein neues Werkzeug erschaffst. Unsere Dispute damals fand ich sehr vergnüglich und wenn Du mir hilfst, wird es Dein Schaden nicht sein. Und ja, hier ist es schon etwas farblos«, erwiderte der Tod, während er sich ebenfalls in seinem Wohnsitz umschaute. 
Leonardo war etwas irritiert. Er war doch schon tot, was also konnte ihm der Sensenmann groß anbieten? Auch in der Hölle war er eine anerkannte Persönlichkeit und  konnte sich vor Aufträgen kaum retten. Er war berühmt, angesehen und  beliebt. Die Damenwelt der Hölle lag ihm, zu Füßen. Aber was soll's? Dieser einsamen, düsteren Gestalt etwas Zeit zu widmen konnte für etwas Abwechslung und Erheiterung sorgen. Wer konnte schon von sich behaupten, den Tod neu ausgestattet zu haben? Das würde seinen Ruf als begnadeter Künstler weiter festigen und ihn bei den Frauen sicher noch interessanter machen. Er hatte da schon eine reizende Dame im Blick, die seinen Avancen aber bisher widerstand. 
»Also gut«, sprach er. »Bevor ich aber in dieser deprimierenden Kaschemme arbeiten kann, brauche ich zuerst eine eigene Werkstatt und etwas Licht und Farbe in meinen vier Wänden, dazu etwas Wein und ein fürstliches Mahl«, verlangte Leonardo und bekam flugs das Gewünschte. Man konnte nicht sagen, dass der Tod knauserig war. 
Leonardo ließ es sich zunächst einmal gut gehen und fragte seinen Gastgeber dann: »Nun, was soll es sein, Freund Tod? Wie kann ich Dir zu Diensten sein?« 
Der Sensenmann zögerte etwas, dem Künstler seine Wünsche vorzutragen, druckste ein wenig herum, dann rückte er doch mit der Sprache heraus. 
»Um mich abzulenken habe ich mir da dieses eine Spiel zugelegt, das die Menschen heutzutage spielen. In diesem Spiel heißt es, Du hättest einem gewissen Meisterassassinen Namens Ezio extra Dolche entworfen, die er in seinen Armschienen tragen kann. Ich bin es leid, immer diese Sense mit mir herum zu schleppen. Ich hätte gerne einen Teleskopstab für meine Sense und etwas, in dass ich das Sensenblatt einrasten lassen kann. So zusammengeklappt und auf Schwertlänge reduziert, könnte ich die Sense auf meinem Rücken in einem Köcher tragen und müsste sie nicht immer in der Hand halten. Das Sensenblatt sollte durch Druck eines Knopfes schnell ausrasten können. Wäre ja peinlich, wenn ich vor einem Menschen stünde und das Teil sieht so lächerlich kurz und ungefährlich aus. Die Sense ewig in der Hand zu halten ist unbequem und ich habe schon Schwielen an der linken Hand«, klagte der Tod. 
»Ezio? Ich kenne keinen Ezio aber so ein Gerät könnte ich tatsächlich mühelos entwickeln«, entgegnete Leonardo, der diesen Auftrag nicht einmal als richtige Herausforderung betrachtete. Ein Kinderspiel für einen wachen Geist wie ihn. Aber was sollte man von so einem schlichten Gemüt wie das des Todes schon groß erwarten? Dessen Waffenarsenal aus einer langweiligen, schon Rost ansetzende Sichel bestand. Was gab es nicht alles für beeindruckende Waffen, die den Menschen das fürchten lehren konnten? Eine einfache Sichel gehörte für Leonardo eindeutig nicht dazu. 
Als ihm nun eine eigene Werkstatt zur Verfügung stand, (etwas was ihm der Teufel in der Hölle nicht ermöglicht hatte) machte sich Leonardo ans Werk. Er dekorierte  das ganze Domizil des Todes um. Da dieser wieder einmal auf Seelensammeltour auf der Erde wandelte, bekam er von den künstlerischen Anwandlungen seines Gastes nichts mit. Was sicherlich auch besser so war, denn Leonardo ließ seiner Fantasie freien Lauf. Er hatte sich von den neuen Künsten inspirieren lassen. Moderne Kunst gefiel ihm, auch wenn er die Farben seines Jahrhunderts bevorzugte.  Hier hatte er endlich wieder Gelegenheit, sich zu entfalten, ohne dass ihm jemand reinredete. Es war ihm schon immer lieber gewesen, wenn seine Auftraggeber das Werk erst nach dessen Beendigung in voller Pracht sahen. Der Tod war auf Arbeit, eine Haushälterin hatte er nicht und Lakaien ebenso wenig. Darüber grübelte Leonardo einen Moment nach. »Wie schaffte es ein Einzelner eigentlich, gleichzeitig überall als grim reaper unterwegs zu sein und keine einzige Seele zu verpassen? War das vielleicht Schummelei im Spiel?« Darüber musste er einmal genauer nachdenken, wenn er seinen Auftrag erledigt hatte. 
Der Künstler erfand kleine maschinelle Hilfsmittel für den Alltag, er baute Fenster in das lichtlose Haus und stattete sie mit Buntglasscheiben aus, auf denen Szenen aus den Evangelien abgebildet waren. »War der Tod eigentlich gläubig oder Atheist?«, fragte sich der Meister. 
Ein neues Bad, eine hochmoderne Küche und überall ein Spektrum von Farben. Das Haus glitzerte und schillerte, es duftete und leuchtete, kurz gesagt, es war eine wahre Augenweide. Leonardo freute sich schon auf die Rückkehr des Sensenmannes (nannte man jetzt noch so, mit dem Köcher und der versenkbaren Klinge?) und konnte dessen Reaktion kaum erwarten. 
 Als der große Meister so in sich versunken war, bekam er plötzlich das Gefühl, beobachtet zu werden. Wenn er jetzt darüber nachdachte, beschlich ihn dieses Gefühl tatsächlich nicht zum ersten Mal. Langsam drehte er sich von der Wand weg, die er bemalte und schaute über seine Schulter. Und da stand sie! Erst konnte er die Einzelheiten nicht so erkennen, er sah nur endlos lange Beine und hautenges schwarzes Leder. Es dauerte, bis sein Blick ihr Gesicht erreichte. Ebenmäßige Züge, feine Haut ohne jegliche Falten, alterslos. Und erst die Augen. Glühende schwarze Pupillen, in deren Tiefen ein rötliches Feuer loderte. »Keine Fantasie des Mannes kann sich jemals so einen perfekten Körper ausdenken«, sinnierte er. Seine Zunge klebte ihm am Gaumen, sein Mund war staubtrocken und er brachte keinen Ton hervor. Als die Gestalt seinen Zustand bemerkte, lächelte sie süffisant. 
»Seid mir gegrüßt, edler Leonardo, ich bewundere eure Werke schon seit langem. Wie ich sehe, habt ihr eure Farbpalette etwas erweitert. Meinem Bruder wird das sicher nicht gefallen aber ich finde es sehr geschmackvoll«, gurtte sie. 
»Bruder«?, dachte Leonardo, wieso Bruder? Der Tod ist einzigartig, zeitlos, er hat nicht so etwas Menschliches oder Profanes wie Geschwister. Unmöglich! Verwirrt staunte der große Meister dieses rassige Weib an und wieder brachte er keinen Ton hervor. »Ähm«, stotterte er dann doch. »Mit wem habe ich die Ehre«, fragte er und vollführter einen eleganten Kratzfuß. 
»Ich bin Hel, hat euch mein Bruder nichts von mir erzählt?«, fragte das gottgleiche Wesen. »Typisch«, sagte sie und zog einen Schmollmund. »Er denkt sicherlich, sein Ruf würde leiden, wenn die Menschheit erfahren würde, dass wir uns die Erde aufgeteilt haben. Zu viel Arbeit für einen alleine, weißt Du? Ich ernte im hohen Norden die Seelen«, sagte Hel und schmunzelte weiter über Leonardos verwirrte Miene. »Ich wollte mal schauen, was Ihr hier so treibt, Meister Leonardo, immerhin ist Euer Ruf legendär«, schmeichelte sie ihm. »Gevatter Tod scheint wieder einmal  sehr beschäftigt und ihr sollt ja nicht vor Langweile hier sterben.« Sie lächelte über ihren eigenen Witz. 
Leonardo fühlte sich schon immer zu den Schönheiten der Natur hingezogen und wer war er, die Gesellschaft Madame Tods zu ignorieren? 
Er führte sie durch das Refugium ihres Bruders und plauderte charmant mit der Besucherin. »Meint ihr, es ist sinnvoll, den Wohnsitz meines Bruder mit religiösen Elementen zu schmücken?«, meinte die schwarz gewandete Schönheit. Leonardo antwortete nicht, er war in Gedanken nicht ganz woanders. Warum steht ihr schwarz nur so verdammt gut und lässt sie dermaßen attraktiv erscheinen, während ihr Bruder wie die Langweile in Person aussieht, grübelte der Künstler.  Was ihm die Dame sagte, bekam er überhaupt nicht richtig mit, so fasziniert war er von ihren Lippen, während er sich vorstellte, sie zu küssen. 
»Pardonez moi«, stammelte er, »ich war einen Moment abgelenkt, was sagtet ihr?« Ein spitzbübisches Lächeln umspielte die Mundwinkel Hels, die genau wusste, was den Meister abgelenkt hatte. 
»Mein Bruder ist neutral, er bevorzugt keine Religion,« meinte sie. »Wenn schon religiöse Bilder, dann bitte die aller Glaubensrichtungen, vielleicht fügt Ihr noch eine Skulptur Buddhas oder eine schöne Ikone hinzu, um allen Menschen gerecht zu werden?« 
Sie lächelte Leonardo weiterhin lasziv an, was ihn immer mehr aus dem Konzept brachte. Wieso hatte er nur damals nicht im Norden gelebt, als der Tod ihn holte? Dann wäre es diese Schönheit gewesen, der er gerne gefolgt wäre. Bis hinab in den tiefsten Hades. Allerdings war es im Norden sehr kalt, das hätte sicher zu Lebzeiten seinem südlichen Temperament geschadet. Irgendwie hatte doch alles einen Haken. 
Da Hel einem Flirt nicht abgeneigt schien führte Leonardo sie zum Schluss in das neu entworfene Schlafzimmer des Todes. Hel brach in schallendes Gelächter aus, als sie den Raum sah. Die Decke war bemalt mit Fresken, wie der Palast eines firenzischen Dogen, da konnte Leonardo seine Herkunft nicht leugnen. Und angespornt durch die lange Enthaltsamkeit des Künstlers, waren es sehr erotische Fresken. Dies wurde ihm schlagartig bewusst, als er sie nun in Begleitung Hels betrachtete. 
Ob es letztendlich seine oder ihre Idee war, das neue Schlafzimmer auch gleich auszuprobieren oder ob es die Fresken waren, die dies auslösten war Leonardo egal. Als Hel ihn auf das mit Seide bezogene Bett schubste, war es, als öffne sich ihm der Himmel. 
»Welch eine Verschwendung an meinen langweiligen Bruder«, hauchte Hel.

»Zum Teufel mit Euch Beiden,«, fluchte der Tod, als er Hel und Leonardo in flagranti erwischte. Doch das war natürlich genau der Satz, den er niemals hätte ausrechen dürfen, denn schwupps, verschwand Leonardo wieder in der Hölle.

 

Hel lächelte süffisant, auch wenn sie es bedauerte, dass ihr trautes Zusammensein mit Leonardo so abrupt unterbrochen wurde. Männer, die einige Jahrhunderte enthaltsam waren, hatten so viel zu bieten. Und wieder hatte sie es geschafft, ihren Bruder zu ärgern und ihm eines seiner Spielzeug wegzunehmen. Somit stand es 151: 1 für sie in diesem endlosen Spiel. Der Typ war ja so naiv und durchschaubar. Fast schon wurde sie des Wettkampfes überdrüssig aber Leonardo hatte ihr immerhin einige Stunden Spaß bereitet. Eine Seltenheit in dieser so langen Existenz. 
»Du bist noch mein Tod«, sagte der Tod zu Hel, verfluchte sie ebenfalls (allerdings ohne so fatale Auswirkungen) und verließt sein Heim. Das hatten ihm die beiden völlig verleidet.

Seitdem zieht der Tod grimmig durch das Land, sucht eine Bleibe, die seinen Anforderungen entspricht. Sollten Sie also eine düstere, dunkle, geräumige Kaschemme zu vermieten haben, vorzugsweise ohne Fenster und ohne Elektrizität, ich kenne einen geeigneten, ruhigen und zahlungskräftigen Mieter, der keinen Ärger macht. Und sollten sie mal Probleme mit zwielichtigen Gestalten haben, kommt der Tod und hilft ihnen. Ehrenwort.