11 Juli 2026

Indie und Selfpublisher Supprt - Jan Patrick Wiezorek

Jan ist ein Poet und Wortakrobat. Seine Bücher haben einen besonderen Platz in meinem Regal. Ich durfte auch ein Interview mit ihm führen, das ihr HIER findet. 
Die Bilder wurden mir von ihm für das Interview zur Verfügung gestellt und ich hoffe, es ist ok, sie auch für diesen Beitrag zu nutzen.
Manchmal erinnere ich mich nicht mehr, wie ich auf Bücher aufmerksam wurde. Bei Selfpublisherinnen und Selfpublishern sind es die Schreibenden oft selbst, die mich über meinen Blog direkt anschreiben. Manchmal sind es auch Empfehlungen. Aber ganz egal, wie ich auf Jan-Patrick Wiezorek aufmerksam wurde, Inrimi war für mich 2021 ein absolutes Highlight und die weiteren Bände stehen dem Auftaktband in nichts nach. 
 
Auszug aus meiner Rezension zu Inrimi: 
Die Welt Brindirion wird von den Nordmännern überrannt, die sich mit den wilden Kroms verbündet haben und eine Grafschaft nach der anderen erobern. Die letzte Bastion, die Grafschaft Benedo, fällt und die komplette Grafenfamilie wird ermordet. Nur die Tochter kann fliehen, sie verliert jedoch ihr Gedächtnis und kann sich weder an ihr Leben noch an die grausigen Ereignisse des Überfalls erinnern. Der Waldläufer Falo findet die junge Frau und möchte sie nach Dun Fion begleiten, nicht ahnend, wie viele Feinde hinter der Grafentochter her sind. 
Roman, ein junger Bauerssohn ist ebenfalls auf dem Weg in die Stadt. Als das Heer der Nordmänner immer weiter ins Landesinnere von Brindiron vorrückt, schicken seine Eltern ihn fort, damit er seinen eigenen Weg findet. Vor dem Abschied eröffnen sie dem jungen Mann, dass sie nicht seine leiblichen Eltern sind. Naiv, unbekümmert aber auch ein wenig ängstlich begibt sich Roman auf den weiten Weg, der ihm viele neue Erkenntnisse über sich selbst bringen wird. Er schließt sich dem Flüchtlingsstrom an, der sich auf die Stadt zubewegt, einer unter Tausenden, die nicht wissen, was auf sie zukommt und wie sie überleben sollen. 
Und noch ein Mensch ist in den weiten Landen unterwegs. Bantor, ein Spion aus dem Norden, schließt sich den Grenzern an, um kriegstaktische Informationen an die Nordmänner weiterzuleiten.  weiter
 
Auszug aus meiner Rezension zu Initius:
Die Figuren sind wieder sehr humorvoll, treffend und teilweise sehr skurril. Jan-Patrick Wiezorek ist ein wahrer Wortjongleur und seine Metaphern sind stets sehr bildhaft. Ich könnte das halbe Buch zitieren beginnend mit Seite 34. Dort wird deutlich, wie liebevoll der Autor seine Charaktere beschreibt: »Und die Augen. Grau und mit Glanz. Klein in den schiefen Dachschrägen ihrer Lider, flink und forschend. Darüber spendeten die buschigen Brauen dem dürren Bartwuchs Trost. « 
Natürlich ist der ruhmreiche Zwerg Galaptinin wieder mit dabei und auch Charles Baron zu Oven-Velorin betritt mit unnachahmlicher Eleganz und sprühendem Charme wieder die Bühne. In diesem zweiten Band der Trilogie schauen wir etwas mehr hinter die Fassade des Gecks und das hält einige Überraschungen bereit. 
Bantor bleibt einer meiner Lieblinge, eine einsame Gestalt, verloren in einer Welt, die nicht die seine ist. Und trotzdem ist er bereit, das Leben der Einwohner zu schützen. Hier hat der Autor sich wirklich selbst übertroffen und eine Szene hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Ich bin Jan immer noch böse wegen einiger Entscheidungen, die er gefällt hat aber das Leben ist nun einmal kein Ponyhof und lieber eine realistische Geschichte als eine unglaubwürdige. 
Da die Gefährten sich trennen, wechseln Erzählabschnitte sehr häufig aber man merkt als Leser, dass so langsam alle Fäden zusammen laufen. Roman und Partha treffen sich beim dem alten Einsiedler, der sie unterrichten soll und an dieser Aufgabe fast verzweifelt. Sehr amüsant sind hier die Passagen mit Gernoth, dem sprechendem Totenkopf und Ruben, dem Skelettdiener.  
Und noch ein Zitat:
 
Auszug aus meiner Rezension zu Perfektus 1 und 2
Der Funke, der alles verbrennt  
Der Trum, der zu den Sternen wächst
Während sich Roman und Partha auf einer Reise ins Ungewisse befinden, muss sich König Heretorn ad Lidium, gemeinsam mit Mundus und der Dame Asterione auf die letzte Schlacht gegen die Kroms und die Heere des Nordens vorbereiten. Bantors Weg führt ihn genau zu diesem Zeitpunkt in die Stadt, er wird enttarnt aber zu seinem Erstaunen eher wie ein Gast denn wie ein Gefangener behandelt. Paramis - Heermeister Brunns und Marschall des Reiches-vermag die Leistungen des Spions und ehemaligen Grenzers durchaus anzuerkennen. Doch Enttäuschung in den Augen Kahans und Sedlurs schmerzt Bantor mehr als jede Folter. Das starke Band der Freundschaft und Liebe, das sich zwischen ihnen entwickelt hat, zerbröselt und verweht im Wind. Bantor ist wieder alleine. Dieser Mann ist für mich immer noch die beeindruckendste Gestalt der ganzen Geschichte. Ein Spion, ein Retter, ein Freund, ein Liebhaber, ein meisterlicher Kämpfer, eine einsame Gestalt, die ihrem Herzen und Gewissen folgt. Dem Entscheidungen abverlangt werden, die nie ein Mensch treffen und der Verluste hinnehmen muss, die nie ein Mensch erleiden sollte. Was der Autor dieser Figur zumutet ist unfassbar und die letzte Konfrontation mit Irdina muss jedem Leser das Herz brechen. weiter
 
Tief in der Erde ist ein Licht,
doch was dort ist,
das weiß man nicht.
 
 
 

 

 


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