Die Reihe um Handyman Jack steht
schon seit über zehn Jahren in meinem Regal. Nachdem Ralf Lano vor kurzem den
ersten Band rezensiert und vorgestellt war meine Neugier geweckt. Ich schreibe
keine Rezension zu Band eins, was keine Wertung sein soll.
Alicia Clayton leite ein
Zentrum für aidskranke Kinder. Dort
hilft auch Gia DiLauro aus, Jacks Freundin. Obwohl Jack niemanden fürchtet-
Aids ist etwas, das er mit einen Möglichkeiten nicht bekämpfen und besiegen
kann. Er hat Angst um Gia und Vicky und
fühlt sich hilflos in Gegenwart der kranken Kinder. Als die gesammelten
Weihnachtsgeschenke dieser Kinder gestohlen werden, bittet Gia Jack um Hilfe. Als er dieses Problem erfolgreich löst, ersucht
ihn Alicia, sich um eine persönliche Angelegenheit zu kümmern. Sie hat von
ihrem Erzeuger ein Haus geerbt, dass sie nicht annehmen möchte. Sie möchte es
aber auch nicht ihrem Stiefbruder verkaufen, der zwei Millionen dafür geboten
hat, obwohl sie das Geld für das Center gut gebrauchen könnte.
Als sie nicht
verkauft, werden die Menschen, die in unmittelbarer Verbindung zu ihr und dem
Haus stehen ermordet. Sie wird mit Klageschriften überhäuft, als ihr Bruder das
Testament anfechtet und man verfolgt und schikaniert sie. Alicia weiß, dass ihr
unfähiger Halbbruder niemals die Mittel und die Möglichkeiten hätte, ihr das
anzutun, es müssen jemand mit Macht, Geld und Ansehen hinter ihm stehen.
Jack wird neugierig. Er
bewundert Alicia für ihre Widerstandkraft und er möchte wissen, was in dem Haus
passiert ist, dass Alicia dem so ablehnend gegenübersteht.
Kommentar:
Im Gegensatz zu Band eins,
gibt es hier keine Horrorelemente. Ich habe fortwährend an Jack Reacher denken
müssen. Rein subjektiv finde Handyman Jack aber besser und glaubwürdiger.
Obzwar er ein Einzelkämpfer ist, lebt er in einer Beziehung und er liebt Gia
und ihre Tochter Vicky abgöttisch. Und er hat zwei Freunde, die ihn bei seinen
Ermittlungen helfen und unterstützen. Zum einem ist da Abe, der ein Geschäft
für Sportartikel betreibt, in seinem Keller aber auch noch andere Ware lagert
und verkauft. Egal, was Jack benötigt, Abe kann es besorgen. Und dann ist da
noch Julio. Er führt eine Kneipe und kann Menschen auf den ersten Blick
einschätzen. Hier findet oft der erste Kontakt zwischen Jack und seinen Klienten
statt. Passt Julio ein Klient nicht, wird dieser nicht zu Jack durchgelassen.
Jack besitzt keine
Sozialversicherungsnummer und er lebt außerhalb des Systems, im Gegensatz zu
Reacher, der ja in der Army war. Er ist eher durchschnittlich groß und unauffällig,
er geht in der Masse unter, was bei seinem Job sehr hilfreich ist. Reacher, mit
seiner Muskelmasse und seiner Körpergröße ist da eher der auffällige Typ.
Der Fall um Alicia Clayton
beginnt harmlos. Alicia bittet Jack, das Haus anzuzünden, was dieser aber
ablehnt. Nachdem er die Örtlichkeiten begutachtet hat, wird ihm schnell klar,
dass ein Brand in dieser Wohngegend zu einer Katastrophe führen kann. Als
Alicia daraufhin einen Brandstifter anheuert, wird dieser ermordet. Nun wächst
Jacks Neugier ins unermessliche und er beginnt, auf seine eigene Art
Nachforschungen anzustellen. Vor allem Alicia macht ihn neugierig, er ahnt,
dass sie etwas verschweigt und ihn nicht in alle Geheimnisse einweiht.
Meistens gibt es in den
Büchern mehrere Fälle. Einer, der eher nebenherläuft und ein Fall, auf den das
Hauptaugenmerk gerichtet ist. In Band eins hat der Autor beide Fälle auf eine
sehr spannende Weise miteinander verknüpft. Hier laufen sie eher nebeneinander
her, haben aber durchaus ein paar Berührungspunkte.
Mittlerweile lese ich Band
drei, in dem wieder einige eher unnatürliche Vorkommnisse stattfinden. Aber
Band zwei ist durch und durch ein spannender Thriller, der sich gut lesen lässt.
Jack ist ein sympathischer Typ mit unkonventionellen Methoden, der es bevorzugt
im Hintergrund zu bleiben. Leider hat Paul F. Wilson, ebenso wie Lee Child,
einen Faible dafür, jede Waffe und ihre Funktion genauestens zu beschreiben
aber das überlese ich. Scheint typisch amerikanisch zu sein.
Ein witziger Sidekick ist sein
Vater, der seinen Sohn für einen Handwerker hält und nicht verstehen kann, dass
Jack nicht studiert hat und Karriere macht.
Fazit:
Kein so Haudrauf wie Jack Reacher,
sondern jemand, der seine Fälle mit bedacht aussucht und sie klug angeht. Ich
fand die ersten drei Bände sehr spannend und werde die Serie weiterlesen. Band eins sollte man kennen, um die Beziehung
zwischen Jack, Gia, Vicky Abe und Julio zu verstehen, danach kann man aber alle
Bände unabhängig voreinander lesen.
Titel: Der Spezialist
Reihe: Handyman Jack Band 2
Autor: Paul F. Wilson
Verlag: Blanvalet, TB, 509
Seiten
ISBN; 9783442351944

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