17 März 2024

Flutbringer . die pandrischen Chroniken Band 2 von Patrick Arbogast

Flutbringer ist das fünfte Buch, das ich von Patrick Arbogast lese und das zweite Buch der Pandrischen Chroniken.
Die junge Sestia kann sich nicht mehr an ihre Vergangenheit erinnern. Sklavenjäger finden sie an einer Küste und verkaufen sie an die Gladiatorenschule des Terik. Dessen Gladiatorenschule ist auf dem absteigenden Ast und mit Frauen als Gladiatorinnen hofft er, dass Interesse des Volkes neu zu wecken.
Sestia kann sich zwar nicht an ihre Vergangenheit erinnern aber es ist schnell klar, dass sie im Gebrauch eines Schwertes unterrichtet wurde. Da sie jedoch zierlich und wendig ist, wird sie im Gebrauch von Dreizack und Schwert ausgebildet. Mit der Zeit macht sie sich einen Namen als Gladiatorin, doch sie verliert nie ihr eigentliches Ziel aus den Augen: Herauszufinden wo sie herkommt und wer sie ist.
Der Gladiator Berrex hilft ihr und schmuggelt sie aus der Gladiatorenschule, damit sie einen alten Mystiker treffen kann, der womöglich die Barriere in ihrem Gedächtnis löschen kann.
Doch ist es wichtig zu erfahren, wo man herkommt oder ist es nicht wichtiger zu wissen, wohin einen der Weg führen wird?
 
Kommentar:
2020 erschien der erste Band der Pandrischen Chroniken und Ende 2023 dann nun dieser Band. Zum Glück sind es einzelne, in sich abgeschlossene Geschichten, sonst hätte mich die lange Wartezeit zermürbt. Während der erste Band vom alternden  Odrin Weißhaupt handelt, einem Mann, der seinem Gewissen folgt und somit als Verräter am Kaiser gilt, ist hier die Hauptfigur eine junge Frau.
Kaisers Kasestian spielt in beiden Romanen eine Rolle und es gibt noch einige Verknüpfungspunkte, die ich aber nicht verraten möchte. Da der erste Band drei Jahre her ist, musste ich auch zuerst die Rezension zu Sturmbringer lesen, um die Verbindung herzustellen. Die Welt erinnert an das römische Reich und Gladiatorenkämpfe dienen auch hier der Unterhaltung des Volkes. Als Kaiser Kasestian seine Stellung bedroht sieht, empfiehlt ihm die Hohepriesterin Velenis, noch nie dagewesene Spiele zu organisieren. Alle Gladiatorenschulen des Reiches sollen ihre besten Kämpfer schicken, um in einem außergewöhnlichen Wettkampf gegeneinander anzutreten. Für Terik ist es eine Chance, das Gold zu gewinnen und seine Schule endlich wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Sestia ist eine der Kämpferinnen, die erwählt wird, an dem Turnier teilzunehmen. Obwohl sie ihre Vergangenheit nicht kennt, wird sie von Menschen erkannt, die ihr nicht wohlgesonnen sind und sie als Druckmittel in einem Machtkampf benutzen wollen.
Wie schon in Sturmzorn, verzichten der Autor hier auf weitschweifige Erklärungen. Auf 386 Seiten erzählt er routiniert und sehr geradlinig die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst. Als Leser sind wir Sestia einen Schritt voraus, denn wir wissen, wer sie ist und wo sie herkommt. Die Handlung wechselt zwischen ihrem Heimatort und den dortigen Intrigen und der Gladiatorenschule hin und her. Wir erleben mit, wie die junge Frau Selbstvertrauen gewinnt, sich Respekt erkämpft und Freunde gewinnt.
Ich mag historische Romane, die im alten Rom spielen und Patrick Arbogast hat die Atmosphäre der damaligen Gladiatorenschulen und -kämpfe gut eingefangen, hat hier aber durchaus etwas Eigenes geschaffen, versetzt mit einem Hauch Fantasy. Sturmbringer und auch Flutbringer sind alte magische Artefakte, deren Sinn sich in den Folgebände hoffentlich noch erschließen wird. Und ich hoffe sehr, dass nicht wieder drei Jahre vergehen, bis der nächste Band erscheint.
 
Fazit: 
Dass ich bisher alle Bücher des Autors gelesen habe, zeigt, dass ich seinen Erzähl – und Schreibstil mag. Die Torwelten sind Fictionfantasy, die Pandrischen Chroniken würde ich unter historische Fantasy einreihen. Ein weiterer Beweis, dass es sich durchaus lohnt, Selfpublisher zu lesen. 
 
Titel: Flutbringer
Reihe: Die Pandrischen Chroniken
Autor: Patrick Arbogast
Verlag: Selfpublishing, TB, 390 Seiten
ISBN: 9798870930510

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