Sein Name ist Tempest Danger
Michaels und er ist Ermittler für paranormale Ereignisse. Eigentlich sollte in
der Zeitungsannonce Privatermittler stehen, doch niemand bemerkte den Fehler
und so wurde aus ‚Privatermittler‘ eben ‚paranormaler Ermittler‘. Das witzige
an der Sache ist, dass Tempest nicht an das Übernatürliche glaubt und der
Meinung ist, dass sich alles logisch erklären lässt. Daher hat er auch ab und
zu Gewissensbisse, seiner Klientel das Geld aus der Tasche zu ziehen aber
Geschäft ist Geschäft.
Als er von einer befreundeten
Journalistin erfährt, dass es mittlerweile drei Opfer gibt, die durch einen
Vampirbiss getötet wurden, interessiert ihn die Sache ungemein und er beginnt
auf eigene Faust zu ermitteln. Zwar bekommt er kein Geld aber sollte er den
Fall lösen können, wäre das die perfekte Werbung für ihn.
Natürlich muss er nebenher
auch noch einige lukrative Fälle lösen, denn auch ein paranormaler Ermittler
kann nicht von Luft und Liebe alleine leben.
Bei seinen Ermittlungen zu
diesem Vampirfall trifft Tempest auf PC Amanda Harper, die ihn über die
polizeilichen Ermittlungen auf dem Laufenden hält.
Allerdings hat es ein Vampir
nicht gerne, wenn man ihm nachstellt und bald ist nicht nur Tempest in Gefahr,
sondern seine ganze Familie.
Kommentar:
Ich habe die Werbung zu „Blue
Moon Investigation“ auf Facebook gesehen und wurde neugierig. Ich lese meist
nur Bücher, in denen Katzen eine Rolle spielen, das wollte ich ändern. Mit den
beiden Dackeln Bull und Dozer hat der Autor dem Ermittler zwei liebenswerte
kleine Kerlchen zur Seite gestellt, die sich zwar nicht an den Ermittlungen
beteiligen, die aber Herz in die Geschichte bringen. Und ich habe gelernt, dass Dackel keine Treppe hinuntersteigen können.
In diesem ersten Band wird der
Grundstein für eine Serie gelegt, in der es neben Tempest und Amanda noch
Nebenfiguren gibt, die in jedem Band mitspielen. Somit ist der
Wiedererkennungswert enorm und man schließt einige Figuren richtig ins Herz.
Zum einen ist da Frank Decaux,
ein kleiner Mann, der eine okkulte Buchhandlung führt und Tempest in einigen
Fällen mit mehr Rat als Tat zur Seite steht. Im Gegensatz zu dem Ermittler
glaubt Frank an alles Übernatürliche und somit auch an Vampire.
Dazu kommen seine
Freitagsabendkneipenkumpels. Big Ben, ein Kumpel, den er in Bosnien
kennengelernt hat. Ein Frauenaufreißer par excellence. Jagjit, mit dem er
zusammen zur Schule gegangen ist und Brian Clinton, den alle nur Hilary nennen.
Und noch Basic, den alle so nennen, weil der liebe Gott ihn nur mit einem
Grundpaket ausgestattet hat. Seinen mangelnden IQ macht er mit Muskeln wett und
er hilft Tempest gerne bei brenzligen Situationen.
Sehr amüsant finde ich die
Verweise auf aktuelle Bücher und TV-Serien. Buffy, im Bann der Dämonen wird als
sehr lehrreiche Sendung für paranormale Ereignisse herangezogen, ebenso Akte X
oder Charmed, alles Serien, die ich damals gerne geschaut habe. Man merkt
daran, dass der Ermittler sich oft selbst nicht ernst nimmt und seine
Untersuchungen ins Lächerliche zieht. Bei dem Fall um den Meistervampir
verschlägt es ihm aber die Sprache. Obwohl er überzeugt ist, dass es sich um
einen Menschen handelt, kann er die Gefahr, die von diesem Wesen/Menschen
ausgeht, nicht leugnen. Zumal dieser Meistervampir viele Gläubige um sich
gescharrt hat, welche die Drecksarbeit für ihn erledigen. Dazu gehört, Tempest
Mutter zu bedrohen, ein Fehler galaktischen Ausmaßes oder seine Hunde durch die
Gegend zu treten. Und wie man als Leser weiß; Ein wütender Ermittler ist
gefährlich. Und seid John Wick weiß man ebenfalls: Lass den HUnd in Ruhe!
Die Szenen mit Tempest Mutter
haben mich an die Serie Burn Notice erinnert, denn auch dort ist die Mutter
stets präsent und möchte endlich Enkel. Das zieht sich wie ein roter Faden
durch die Geschichte und bringt Tempest arg in Bedrängnis, als seine Mutter ihm
ein Blind Date organisiert.
Leider merkt man dem Buch an,
dass es selbst verlegt und lektoriert wurde. Es wimmelt nur so von Fehlern. Ich
habe das auch an die Steve Higgs Gruppe geschrieben (mit einer Liste der
Fehler, die ich gefunden habe) und wurde dann netterweise zum Korrektur lesen
eingeladen. Die Serie wird gerade neu überabreitet und ich denke, dann macht
das Lesen dieser wirklich spannenden, lustigen und unterhaltsamen Geschichte
noch viel mehr Spaß.
Ich finde es immer wieder
schade, dass solche Serien keinen Verlag finden und Google als Übersetzer
herangezogen werden muss, was die teilweise merkwürdigen Sätze erklärt.
Trotzdem könne diese Unzulänglichkeiten den Kern der Geschichte nicht trüben
und die macht echt Spaß.
Fazit:
Ein Schuss Harry Dresden,
einen Tick Jack Reacher und einen Hauch Michaell Westen.
Wartet auf die Überarbeitung
und ihr werdet eine Menge Spaß haben. Ich kann mir diese Serie sehr gut als TV-Serie
vorstellen, vielleicht schafft es Steve Higgs ja.
Titel: Paranormale
Komplikationen
Serie: Blue Moon Investigation
Band 1
Autor: Steve Higgs
Verlag: Selfpublishing, TB,
437 Seiten
ISBN: 9798839504509

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