27 Februar 2026

Mitmachaktion: Bestbewertung

Ich habe diese Aktion bei Weltenwanderer auf dem Blog gesehen und mache heute einfach mal mit. Meistens habe ich keine Zeit oder einfach keinen Nerv für Aktionen aber da hier besondere Bücher gezeigt werden sollen, ist es eine gute Idee. Die Aktion findet wohl alle sechs Monate statt. 
 
Wie läuft die Aktion ab?
Alle können teilnehmen, indem sie drei Bücher heraussuchen, die zuletzt die beste Bewertung erhalten haben. Stellt sie zusammen in einen Artikel vor und verlinkt den Post unter dem Beitrag bei Leni/Meine Welt voller Welten  Zeit habt ihr bis 11. September. 
Da ich ja keine Sterne vergebe, suche ich drei Bücher heraus, die mich in den letzten Monaten total begeistert haben.  
 
Timyian - die Flüchtlungs-Chroniken Band 4 von Michael Knabe
Timyian lebt in dem kleinen Dorf Callia, abseits der großen Städte. Seit Vater verachtet ihn, sein Bruder hasst ihn. Timyian ist ein Tagträumer, der lieber auf seiner kleinen Hirtenflöte spielt als ernsthafter Arbeit nachzugehen. Er taugt gerade mal dazu, die Schafe zu hüten. Aber auch hier träumt er zu sehr vor sich hin, beobachtet den Flug der Adler und folgt ihm mit seinen Melodien bis weit hinauf in den Himmel.
Als er die Schafherde vor wilden Hunden schützt und dabei verletzt wird, ändert sich die Haltung des Vaters ihm gegenüber und er verspricht, dass Timyian eines Tages den Hof erben wird. Diese Zusage ist Timyians Untergang. Der Hass, den sein älterer Bruder Grayn gegenüber Timyian empfindet, steigert sich ins Unermessliche und er verschachert Timyian an die Gaukler, die die Kinder an ein Hurenhaus in Darin verkaufen.
Als die Gaukler in Darin ankommen und ihre Beute dem brutalen Bruto präsentieren, kann Timyian fliehen. Ein seltsamer, schwarz gekleideter Fremder kommt ihm zu Hilfe und nimmt ihn bei sich auf. Niemand anders als Shevon al Yontar interessiert sich für den Jungen, der somit eine weitere Figur auf dem Spielbrett des Mannes wird. 
Warum: 
Es handelt sich um eine sehr ausführliche und spannend gestaltete Welt, einem Inselrund. Jeder Band spielt (bisher) auf einer anderen Insel, was zu sehr viel Abwechslung in den Geschichten führt. Es handelt sich um Fantasy ohne jegliche Fantasyelemente. Michael Knabe hat für für diese Reihe ein Spiel entworfen und die einzelnen Spielzüge, geben der ganzen Geschichte eine Grundstruktur. Eine wirklich tolle Idee. Sprachlich gibt es ebenfalls nichts zu meckern.  
 
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods
Das Buch handelt von drei verschiedenen Menschen, die alle eines gemeinsam haben. Sie sind gezwungen ein Leben zu leben, das nicht das ihre ist.
Ophelia ist eine junge Frau, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts lebt. Obwohl die Suffragetten für das Recht der Frauen kämpfen und Ophelia ihr Leben selbst bestimmen möchte, gesteht ihr Bruder Lyndon ihr dieses Recht nicht zu. Er möchte sie in eine Ehe zwingen, um das Vermögen der Familie zu mehren und Erben in die Welt zu setzen. Etwas, das er durch eine Kriegsverletzung nicht mehr kann.
Martha und Henry leben in der heutigen Zeit. Martha flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und nimmt eine Stelle als Haushälterin bei der verschrobenen Mrs. Bowden an.
Und Henry ist ein Träumer. Er ist auf der Suche nach einem verschwundenen Buchladen. In Gelehrtenkreisen gilt er als Versager und er möchte mit dem Auffinden des Buchladens in die Geschichte eingehen und einen Fußabdruck in der literarischen Welt hinterlassen.
Warum: 
Es ist ja bekannt, dass mein Herz für high fantasy oder epochale Fantasy schlägt. Aber ab und zu laufen einem kleine Bücherglücksperlen über den Weg, die fordern, dass man sie liest. Der Buchspazierer war so ein Buch, das verlorene Leben der Addie LaRue oder auch Parnassus. Nun gesellt sich der verschwundene Buchladen dazu. Es sind Bücher, die man mit dem Herzen lesen muss, die einen gefangen nehmen und nicht mehr loslassen. Mit Menschen, die man gerne kennenlernen möchte, mit denen man leidet und liebt.
 
Solitario von K.H. Lawaty 
Klappentext:
Hinfahren. Sich durchfragen. Eine Botschaft ausrichten. Es klingt nach einem einfachen Auftrag.
Könnte Jeremy Parker mit Menschen nur annähernd so gut umgehen wie mit Büchern.
Wäre sein Reisegefährte nicht der mürrischste Mann weit und breit.
Und hätte Parker nicht den Verdacht, dass sein Begleiter ihm mehr über jene Sache erzählen könnte.
Fragt sich bloß: Wie bringt ein wortkarger Eigenbrötler ausgerechnet einen Menschenfeind zum Reden?
 
Kommentar:
Dieser Klappentext gibt nicht im Entferntesten wieder, was dieses Buch ausmacht. Es wurde von einer Buchliebhaberin für Buchnerds geschrieben. Jedes Kapitel ist mit einem Buchtitel überschrieben, der aber genau zu diesem Kapitel passt. Da die Geschichte 1891 spielt, habe ich dann tatsächlich gegoogelt, ob es diese Bücher damals überhaupt schon gab. Und ich war erstaunt, wie alt manche der Geschichten sind, die wir heute noch lesen. Unter anderem die drei Musketiere, Alice im Wunderland oder auch Gullivers Reisen.
Warum:
Das Buch habe ich schon sehr oft erwähnt und ich kann es nicht oft genug erwähnen. es ist für Buchliebhaber. Ich lese gerne Western, leider gibt es zu selten gute Geschichten. Und es ist ein sehr vernachlässigtes Genre, ich persönlich kenne niemanden, der estern liebt. 
Hier ein paar Zitate, die verdeutlichen, warum dieses Buch einfach etwas besonderes ist:
„Niemals ohne Buch,“ murmelte Morgan. Sie wären eher ohne Proviant losgeritten als ohne was zum Lesen, stimmts?“
„Was für eine Frage, ich wäre lieber ohne Hose aufgebrochen als ohne Buch.“  Bücher sind für mich wie Freunde, eine Schatztruhe voller Glücksmomente, so wie die beruhigende Versicherung, dass ich mich niemals verloren  oder einsam fühlen musste.“
 
„Bücher sind wie Freunde. Sie begleiten uns durch das Leben, stehen mir Rat zur Seite, oder sie bringen uns auf neue Ideen. Und umgekehrt sind Freunde wie Bücher. Es geht nicht darum, so viele wie möglich zu haben, sondern die richtigen. Was in ihnen steckt, zählt. Dann kann ein gutes Buch mehr wert sein als eine ganze Bibliothek. Und ein guter Freund auch.“ 
 
 
 

 

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