04 Mai 2017

Königin der Spiegelkrieger von Werner Karl



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Aus der römischen Patrizierin Lucia wird die Königin des Nordens Arianrhod mac Ruith. An ihr liegt es nun, die Picten zu einen und den Kampf gegen Rom fortzuführen. Und sie scheint Erfolg zu haben. Den Römern stehen Krieger gegenüber, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen. Das löst Grauen und Entsetzen unter den disziplinierten Truppen aus, deren Reihen sich in Panik auflösen. Und die Römer haben nicht mit dem Geschick und den klugen Taktiken ihrer Gegner gerechnet. Sie erachten die Picten als Barbaren an, unwissende, primitive Krieger. So geht es auch Ulpius Marcellus, dem neuen Statthalter Roms für Britannien. Seine ganze Flotte wird von den Barbaren vernichtet und er muss mit acht verbliebenen Krieger durch das Land der Feinde ziehen, um eine römische Garnison zu erreichen. Dabei kommt er dem Geheimnis der Picten und ihrer Macht auf die Spur. Und er sieht, wie sich Picte gegen Picte wendet, ein Zeichen, dass doch noch nicht alle Stämme vereint sind und die Römer somit noch eine Chance haben.
Arainrhod kämpft derweil gegen Verrat in ihren eigenen Reihen. Nur Swidger und Inga besitzen ihr volles Vertrauen, jeder könnte der Verräter sein, der ein Bündnis mit den Skoten einging, um sie zu verraten.
Kommentar:
Arianrhod und ihre zwei germanischen Freunde sind in einem fremden Land auf sich alleine gestellt. Marcellus Maximus Lupinius, genannt der Wolf, hat sich ebenfalls von den Römern abgewendet und steht der jungen Frau hilfreich zur Seite. Sie beide kennen die Taktiken der Römern und wenden diese nun gegen sie selbst an. Das muss Ulpius Marcellus am eigenen Leib erfahren. Obwohl er, durch den Tod seines Vorgängers, vorgewarnt war, tappt er in die Falle der Picten und verliert eine ganze Flotte. Mit der Handvoll Überlebender macht er sich auf, das Land seiner Feinde zu durchqueren und lernt sie dabei besser kennen. Er ist für mich der Sympathieträger dieses Romans, auch wenn er Römer ist. Er kommt hinter das Geheimnis der Picten und möchte Rom unbedingt darüber informieren, allerdings bezweifelt er, dass man ihm Glauben schenken wird.
Als er sieht, wie sich Picte gegen Picte wendet, schöpft er neue Hoffnung. Er versucht, die Reste der römischen Armeen zu sammeln und einen letzten Kampf gegen den Feind zu führen.
Lucias Wandel zu einer Kriegerin ist vollkommen. Sie schwört Rom Rache für den Verlust ihres Liebsten. Ihr Sohn Brannon ist ihr kein Trost, da das Kind sich nicht normal entwickelt. Sie gibt es in Ingas Obhut, während sie in den Krieg zieht.
Werner Karl schreibt mittlerweile sein fünftes Buch und entwickelt sich zu einer festen Größe auf dem deutschen Fantasy Markt. Seine Bücher sind ein Mix aus historischer Fantasy gewürzt mit zahlreichen Schlachten, Liebe und Magie. Band zwei hat mir nicht ganz so gut gefallen, wie der erste Band. Das ist aber meine sehr subjektive Meinung, da es mir einfach zu viele Schlachten waren und das Menschliche etwas zu kurz kam. Ich hoffe, in Band drei wird deutlich, warum Brannon sich so anders entwickelt, ist er doch eigentlich das Produkt einer tiefen Liebe.
Während Band eins ruhig und langsam beginnt und wir die Protagonisten kennen lernen, beginnt Band zwei wesentlich rasanter. Der Autor verzichtet auf Rückblicke und Wiederholungen, man wird sofort in die Handlung hineingezogen
Die Sympathien des Lesers verteilen sich gleichmäßig zwischen Römern und Picten. Bei den Cruithin hat mir allerdings einfach eine herausragende Persönlichkeit gefehlt, wie Ulpius Marcellus und Sidonius Gavius auf der römischen Seite.
Das Buch wird ergänzt durch ein Personenregister und ein Glossar und einem Nachwort. Da im Text sehr viele fremde Ausdrücke verwendet werden, ist dies sehr hilfreich.
Und das mit der Kommasetzung wird schon noch :)
Alles in allem eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes, wobei niemand Tuan ersetzen kann.
Titel: Königin der Spiegelkrieger
Reihe: Spiegelkrieger Band 2
Autor: Werner Karl
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9781507721094

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