Seizouh und seine beste Freundin Kaelira bereiten sich auf die Prüfungen des Tempels vor. Diese Prüfungen zeigen am Ende, welchen Weg man in der Zukunft einschlagen wird. Sei es der Weg des Kriegers, Magiers, Heilers oder der des Gelehrten. Oder man versagt und verrichtet niedere Tempeldienste oder verlässt den Ort des Versagens.
Kaelira ist sich ihrer Sache
sicher, aber Seizouh zweifelt an sich. Während alle anderen Schüler an den
Tempelschulen unterreichtet wurden, bekam er Unterricht von seinem Großvater
Pelbar. Doch ist es ausreichend, was der alte Mann ihn gelehrt hat?
Anscheinend nicht, denn
während der Prüfungen offenbart sich dem jungen Mann kein Weg. Pelbar ist sich
sicher, dass sein Enkel für etwas anderes ausgewählt wurde und bald scheint
sich seine Annahme zu bewahrheiten. Merkwürdige Dinge ereignen sich im Umfeld Seizouhs
und er entwickelt Fähigkeiten, wie es seit Jahrhunderten nicht mehr vorkam.
Alte Geheimnisse und Wahrheiten kommen ans Licht und im Mittelpunkt des Ganzen
scheint Seizouh zu stehen.
Ich mag asiatische Settings,
daher war ich sehr gespannt auf die Geschichte. Sie ist in der Ich - Form
geschrieben, was ich persönlich nicht so mag, aber nichtsdestotrotz hat sie mir relativ gut gefallen.
Seizouh ist ein junger Mann
voller Zweifel. Das macht ihn sympathisch, denn er ist nicht der perfekte Held,
der mit einem Schlag die Welt rettet. Nach und nach offenbaren sich ihm Geheimnisse
und er erkennt, dass sein Großvater schon lange geahnt hat, dass Seizouh anders
ist als die anderen Tempelschüler und Schülerinnen. Die unbeschwerte Kindheit
und Jugend, die er mit Kaelira verbracht hat, schwindet dahin. Er bekommt
Alpträume und hört Wörter in einer ihm fremden Sprache. Er möchte so sein, wie
die anderen Jugendlichen und hofft, dass ihm die Prüfungen einen klaren und einfachen
Weg aufzeigen werden. Die freche und etwas vorlaute aber unerschrockene Kaelira
ist stets an seiner Seite und macht ihm Mut und unterstützt ihn in allen
Belangen. Auch, als der Weg sich als gefährlich und steinig erweist.
Zu den beiden Jugendlichen gesellt
sich, mehr aus Zufall denn aus Absicht, Seikan. Er ist Seizouh verhasst, er
fürchtet sich sogar vor diesem großen und kräftigen angehenden Krieger. Doch bald erweist sich Seikan als hilfreiches
Mitglied der kleinen Gruppe, die einige Geheimnisse hütet.
Dazu kommen die Heilerin
Zayumi und Remo, das Oberhaupt der Tempelkrieger und Hüter der Grenze.
Die Geschichte beginnt sehr
langsam und dieser Band ist wohl der Auftakt zu einer epischen Reihe. Daher
passiert hier noch nicht sehr viel. Die Weichen werden gestellt und die Gruppe findet
sich zusammen. Erst gegen Ende hin wird es rasant und man möchte am liebsten sofort
mit Band zwei beginnen.
Mir hat in diesem Band ein
Glossar gefehlt. Die asiatischen Ausdrücke sind zwar teilweise selbsterklärend aber
ein Glossar macht sich immer gut und gerade für die Zaubersprüche wäre es hilfreich.
Ebenso eine Karte des Tempelgebietes und die Aufteilung der einzelnen Bereiche.
Aber das sind Nebensächlichkeiten.
Sprachlich muss Fabiano Docimo
noch etwas an sich arbeiten und er hat versprochen, dies zu tun. Das Cover gefällt mir sehr gut. Dezent, nur mit einer Rune vorne auf dem Cover und dezent in einem dunklen rot und dunklem gelb gehalten.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Die Rezension ist keine Werbung sindern meine subjektive Meinung.
Fazit:
Eine Geschichten die nicht die
üblichen Wege geht. In der Fülle der Romantasy leicht zu übersehen, Aber das
wäre ein Fehler. Sprachlich noch ausbaufähig aber trotzdem lesenswert.
Das asiatische Setting macht
die Geschichte zu etwas besonderem und ich bin gespannt auf den zweiten Band.
Titel: Das Urteil der Rune
Reihe: Seizouh Band 1
Autor: Fabiano Docimo
Verlag: Selfpublishing, TB,
296 Seiten
ISBN: 9798184043227


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