Unterschiedlicher könnten die beiden Damen nicht sein. Solitario von K.H. Lawaty ist ein Western. Ich habe den Flyer dazu auf der LBM 2025 gesehen. Und da die Auswahl an Western sehr gering ist, habe ich mir das Buch dann bestellt. Und es war ein absolutes Highlight. Ein Buch für Buchnerds.
Eli Brandeis schreibt Science Fiction. Ich kannte sie nicht, sie hat mich damals angeschrieben und mir ein Rezensionsexemplar angeboten. Obwohl ich die Rezensionsbücher sehr reduziert habe, konnte ich bei ihr nicht nein sagen, da die Auswahl an SF, die von Frauen geschrieben wird, doch eher gering ist. Und jedes Buch ist eine neue Überraschung. Statt ein Thema mehrmals auszulutschen kommt die mit immer neuen Ideen und keine ihrer Geschichten gleicht der anderen.
Der Klappentext gibt nicht
im Entferntesten wieder, was dieses Buch ausmacht. Es wurde von einer Buchliebhaberin
für Buchnerds geschrieben. Jedes Kapitel ist mit einem Buchtitel überschrieben,
der aber genau zu diesem Kapitel passt. Da die Geschichte 1891 spielt, habe ich
dann tatsächlich gegoogelt, ob es diese Bücher damals überhaupt schon gab. Und
ich war erstaunt, wie alt manche der Geschichten sind, die wir heute noch
lesen. Unter anderem die drei Musketiere, Alice im Wunderland oder auch
Gullivers Reisen.
Jermey Parker ist ein
Einzelgänger. Er mag Menschen nur in Büchern, vorzugsweise Helden oder
Abenteurer. Er hatte bisher nie einen
festen Job und hangelt sich so durch das Leben. Anders sein Cousin Ronald, der
ein angesehener Anwalt ist. Um eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln, beauftragt
Ronald seinen Cousin, die Erben im Westen des Landes ausfindig zu machen. Ronald
hält nicht viel von Jermey, der in den Tag hineinlebt. Aber was kann der Träumer
bei dem Auftrag schon verkehrt machen? Man fährt mit dem Zug vier Tage ins
Land, findet die Erben, richtet die Nachricht aus und kommt zurück. Lächerlich
einfach. Weiter
Berit Berkat ist halb Proxanerin,
halb Mensch. Aufgewachsen ist sie auf Prox, in einem liebevollen Elternhaus.
Aber sie möchte ihren Platz in der Welt finden und sich beweisen also heuert
sie für ein Jahr auf dem Raumschiff Starlight an, um die Menschen besser
verstehen zu lernen. Sie hat vor, eine wissenschaftliche Arbeit über
außerirdische Viren zu verfassen und sich mit dieser Arbeit einen Platz in der
Gesellschaft von Prox zu schaffen. Schon am ersten Arbeitstag auf dem Forschungsschiff
gerät sie mit dem ersten Offizier Valerian Pry aneinander. Zwei Mal lässt er
sie auf einer Außenmission im Stich, was der jungen Ärztin fast das Leben
kostet. Auch ihre Forschungsergebnisse über einen tödlichen Virus stellt er
infrage. Weiter
Vor sechs Jahren verließ Joans
die Erde und wurde Frachtschiffer. Sein Schiff, die „Lucky Mule“ ist nur
geleast, die Frachtaufträge laufen schleppend und bringen nicht viel ein und irgendwie
ist er immer pleite. Sein Freund Mike schlägt ihm vor, endlich einmal einen
Personentransport durchzuführen, statt immer nur Fracht zu transportieren. Das
bringt mehr und man ist nicht so einsam auf dem Transporter. Und Mikes Vorschlag
scheint Jonas Glück zu bringen, denn die bezaubernde Emma bucht eine Passage
bei Jonas.
Leider entpuppt sich diese
Traumfrau als eine Mörderin auf der Flucht, die Jonas um seinen Transporter und
sein ganzes Hab und Gut bringt. Gemeinsam mit Mike macht sich Jonas auf, die
Frau zu verfolgen, um das Kopfgeld zu kassieren, das es ihm ermöglichen wird,
alle Schulden zu bezahlen und sich mit Mike selbstständig zu machen. Weiter
Talon Klein ist der
personifizierte Loser. Er ist 15 Jahre alt als der Polizist Harald Waltz ihm
die Nachricht vom Tod seiner Mutter überbringt. Ab da geht es abwärts mit ihm.
Er beendet nicht, was er beginnt, hat keinen ordentlichen Abschluss und keinen
Job. Als Mutant hat man es schwer in dieser Gesellschaft und als die Mutanten
Gesetze erlassen werden, wird das Leben für Talon nicht einfacher. Er
verkriecht sich in der Wohnung seiner Freundin Lisa und schaut am liebsten den
ganzen Tag aus dem Fenster. Arbeiten ist ihm zu mühselig, er ist noch nicht
einmal willens und bereit, Lisa im Haushalt zu helfen. Er ist abzusehen, dass
diese Beziehung keine Zukunft hat, wie alles im Leben des jungen Mannes.
Als er zufällig von einem
Projekt hört, dass Kolonisten auf einen weit entfernten Planeten zu schicken
plant, sieht Talon hier einen Hoffnungsschimmer. 150 Jahre im Kälteschlaf
verbringen und auf einer neuen Welt erwachen, ohne Probleme und eins mit der
Natur? Das stellt er sich traumhaft vor. Nur – wie sich auf dem Schiff einen Platz
verschaffen mit seinem Aussehen. Weiter





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