23 Juni 2026

Selfpublisher Support Juni 2026 - K.H Lawaty und Eli Brandeis (Beitrag Nummer acht)

Unterschiedlicher könnten die beiden Damen nicht sein. Solitario von K.H. Lawaty ist ein Western. Ich habe den Flyer dazu auf der LBM 2025 gesehen. Und da die Auswahl an Western sehr gering ist, habe ich mir das Buch dann bestellt. Und es war ein absolutes Highlight. Ein Buch für Buchnerds.

Eli Brandeis schreibt Science Fiction. Ich kannte sie nicht, sie hat mich damals angeschrieben und mir ein Rezensionsexemplar angeboten. Obwohl ich die Rezensionsbücher sehr reduziert habe, konnte ich bei ihr nicht nein sagen, da die Auswahl an SF, die von Frauen geschrieben wird, doch eher gering ist. Und jedes Buch ist eine neue Überraschung. Statt ein Thema mehrmals auszulutschen kommt die mit immer neuen Ideen und keine ihrer Geschichten gleicht der anderen. 

Solitario von K.H Lawaty  - für mich ein absolutes Highlight
Der Klappentext gibt nicht im Entferntesten wieder, was dieses Buch ausmacht. Es wurde von einer Buchliebhaberin für Buchnerds geschrieben. Jedes Kapitel ist mit einem Buchtitel überschrieben, der aber genau zu diesem Kapitel passt. Da die Geschichte 1891 spielt, habe ich dann tatsächlich gegoogelt, ob es diese Bücher damals überhaupt schon gab. Und ich war erstaunt, wie alt manche der Geschichten sind, die wir heute noch lesen. Unter anderem die drei Musketiere, Alice im Wunderland oder auch Gullivers Reisen.
Jermey Parker ist ein Einzelgänger. Er mag Menschen nur in Büchern, vorzugsweise Helden oder Abenteurer. Er hatte bisher  nie einen festen Job und hangelt sich so durch das Leben. Anders sein Cousin Ronald, der ein angesehener Anwalt ist. Um eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln, beauftragt Ronald seinen Cousin, die Erben im Westen des Landes ausfindig zu machen. Ronald hält nicht viel von Jermey, der in den Tag hineinlebt. Aber was kann der Träumer bei dem Auftrag schon verkehrt machen? Man fährt mit dem Zug vier Tage ins Land, findet die Erben, richtet die Nachricht aus und kommt zurück. Lächerlich einfach. Weiter

 
Hinter dem Schattenriff 
Berit Berkat ist halb Proxanerin, halb Mensch. Aufgewachsen ist sie auf Prox, in einem liebevollen Elternhaus. Aber sie möchte ihren Platz in der Welt finden und sich beweisen also heuert sie für ein Jahr auf dem Raumschiff Starlight an, um die Menschen besser verstehen zu lernen. Sie hat vor, eine wissenschaftliche Arbeit  über außerirdische Viren zu verfassen und sich mit dieser Arbeit einen Platz in der Gesellschaft von Prox zu schaffen. Schon am ersten Arbeitstag auf dem Forschungsschiff gerät sie mit dem ersten Offizier Valerian Pry aneinander. Zwei Mal lässt er sie auf einer Außenmission im Stich, was der jungen Ärztin fast das Leben kostet. Auch ihre Forschungsergebnisse über einen tödlichen Virus stellt er infrage. Weiter 
 
Mein Kopfgeld
Vor sechs Jahren verließ Joans die Erde und wurde Frachtschiffer. Sein Schiff, die „Lucky Mule“ ist nur geleast, die Frachtaufträge laufen schleppend und bringen nicht viel ein und irgendwie ist er immer pleite. Sein Freund Mike schlägt ihm vor, endlich einmal einen Personentransport durchzuführen, statt immer nur Fracht zu transportieren. Das bringt mehr und man ist nicht so einsam auf dem Transporter. Und Mikes Vorschlag scheint Jonas Glück zu bringen, denn die bezaubernde Emma bucht eine Passage bei Jonas.
Leider entpuppt sich diese Traumfrau als eine Mörderin auf der Flucht, die Jonas um seinen Transporter und sein ganzes Hab und Gut bringt. Gemeinsam mit Mike macht sich Jonas auf, die Frau zu verfolgen, um das Kopfgeld zu kassieren, das es ihm ermöglichen wird, alle Schulden zu bezahlen und sich mit Mike selbstständig zu machen. Weiter
 
Die Ehre der treudoofen Schafe
Talon Klein ist der personifizierte Loser. Er ist 15 Jahre alt als der Polizist Harald Waltz ihm die Nachricht vom Tod seiner Mutter überbringt. Ab da geht es abwärts mit ihm. Er beendet nicht, was er beginnt, hat keinen ordentlichen Abschluss und keinen Job. Als Mutant hat man es schwer in dieser Gesellschaft und als die Mutanten Gesetze erlassen werden, wird das Leben für Talon nicht einfacher. Er verkriecht sich in der Wohnung seiner Freundin Lisa und schaut am liebsten den ganzen Tag aus dem Fenster. Arbeiten ist ihm zu mühselig, er ist noch nicht einmal willens und bereit, Lisa im Haushalt zu helfen. Er ist abzusehen, dass diese Beziehung keine Zukunft hat, wie alles im Leben des jungen Mannes.
Als er zufällig von einem Projekt hört, dass Kolonisten auf einen weit entfernten Planeten zu schicken plant, sieht Talon hier einen Hoffnungsschimmer. 150 Jahre im Kälteschlaf verbringen und auf einer neuen Welt erwachen, ohne Probleme und eins mit der Natur?  Das stellt er sich traumhaft vor. Nur – wie sich auf dem Schiff einen Platz verschaffen mit seinem Aussehen. Weiter
 
  

 

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