06 Januar 2021

Grayson Steel und die Furien von Paris ( Nebula Convicto Band 3) von Torsten Weitze

 

Grayson Steel und seine Truppe bekommen einen Auftrag, der ihnen so gar nicht behagt. Sie sollen auf eine diplomatische Mission nach Paris reisen. Diplomatie und Grayson Steel sind zwei Dinge, die nicht zusammen passen, dass sollte auch der Lady vom See klar sein. Und Shaja, die Halbdämonin, ist ebenfalls eher dafür bekannt, dass sie erst schießt und dann Fragen stellt. 
Als die vier in Paris ankommen wird schnell klar, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Die Stadt liegt unter eine unnatürlich lang anhaltenden Hitzeglocke, die Menschen spielen verrückt und auch innerhalb der Quadriga bauen sich bald Aggressionen auf. Schnell wir den Vieren klar, dass ein Bann über der Stadt liegt, der die Menschen magisch beeinflusst und das schlechteste in ihnen hervorbringt. 
Nun muss die Quadriga nicht nur gegen die Verschwörer kämpfen, sich diplomatisch mit den drei Präfektorinnen der Stadt Paris auseinandersetzen, sondern auch gegen ihre eigenen Gefühle ankämpfen. 
 
Kommentar: 
Dies ist der dritte Band um Grayson Steel und seiner Quadriga und er kann an Tempo, Wortwitz und Spannung mit den vorherigen Bänden durchaus mithalten. Eigentlich fand ich diesen Band sogar bisher am besten, denn durch die starken Gefühle, die jeder der Quadriga durchlebt, kommt es teilweise zu sehr absurden Situationen. 
Der Quaestor begibt sich, nicht ganz freiwillig, auf amouröse Pfade. Die drei Präfektorinnen der Stadt Paris haben ihn zum Erzeuger ihrer Nachkommen auserkoren und es entbrennt ein Wettstreit zwischen den Nymphen um die Gunst des Mannes. Grayson Steel ist alles andere als amüsiert. Die Ablehnung ihres Wunsches verwandelt eine Nymphe in eine Furie und so beginnt ein Katz und Maus Spiel und eine Hinhaltetaktik, die dem stets direkten und ehrlichen Quaestor nicht behagt. 
Der Fluch, der über Paris liegt, bringt das schlechteste in allen zu Tage. Für den Leser ist es interessant, wie sich das bei Sir Richard, dem Magier Morgan und der Halbdämon Shaja auswirkt. Grayson Steel ist durch seine Gabe und seinen Quaestorenring etwas geschützt aber er muss hilflos mit ansehen, wie seine Truppe immer mehr zerbricht. 
In diesem Band bekommt der Schatten Mack endlich einmal eine würdige Rolle. Er hat eine Drohne entwickelt, mit der er seine Freunde auf ihrer Mission begleiten kann und er ist dadurch eine sehr große Hilfe. Er bringt eine gewisses Maß an Heiterkeit in die Geschichte, er ist rüpelhaft, kennt keinen Respekt aber er hat das Herz auf dem richtigen Fleck. 
Dieses Mal begegnet die Truppe auch einer anderen Quadriga, die aus einer Hexe, einem Geist, einem Golem und einem Yeti besteht. Diese Zusammensetzung beweist wieder einmal den Ideenreichtum des Autors. 
Während mir bei der Mission in Hamburg die vielen Anspielungen zu deutschen Sagen und Märchen gefallen habe, finde ich hier die Wandlung der Charaktere sehr interessant. Wir erfahren mehr über Morgan und Sir Richard und erkennen, dass sie durchaus nicht so perfekt sind, wie sie zu Beginn der Serie scheinen. 
Die Nebencharaktere, die in diesem Band auftauchen, wie der Dschin Asmal oder die drei  Nymphen, sorgen für Abwechslung und Erheiterung. Asmal mochte ich sehr und ich hoffe, dass er in den Folgebänden wieder einen Gastauftritt bekommt. 
Normalerweise verlinke ich zum Verlag aber die Website wird gerade beearbeitet und ist nicht erreichbar. Daher der Link zu Amazon.

Fazit: 
Ein spannendes und amüsantes Abenteuer in Paris, das neue Facetten des Teams zeigt. Da steckt noch viel Potenzial drin und ich hoffe, Torsten Weitze schreibt noch mehr über diese außergewöhnliche Quadriga. Die Welt ist noch groß.
 
Titel: Grayson Steel und die drei Furien von Paris 
Verlag: Acabus, TB, 432 Seiten 
ISBN: 9783862827213

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