01 November 2017

Frühling-Hyddenworld Band 1 von Willliam Horwood



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Die Hydden sind kleine, sehr höfliche Leute, die ein wenig an die Hobbits erinnern. Allerdings spielt diese Geschichte in der Gegenwart und ist daher leichter zu lesen und zu verstehen. Die Hydden sind ein naturverbundenes Volk, welches neben den Menschen auf der Erde lebt, von ihnen aber nicht bemerkt wird. Denn man muss an sie glauben um sie zu sehen und die Menschheit hat schon lange den Glauben an Märchen, Feen und Legenden verloren. Arthur Foale ist eine Ausnahme, er glaubt an die alten Legenden und versucht, einen Weg in die Welt der Hydden zu finden, denn früher konnte man ohne Probleme zwischen den Welten wechseln.  Erst seit der Glaube verloren ging, schlossen sich die Übergänge. Der Glaube Arthurs an die Legenden bringt ihn schließlich in Kontakt mit Jack. Jack ist ein Hydden, aber ein Riesengeborener, der die Körpergröße eines Menschen erreicht und somit in Hyddenworld nicht überleben kann. Normalerweise werden diese Kinder nach der Geburt getötet, da sich aber um Jack eine Prophezeiung rankt, wird er heimlich in der Welt der Menschen ausgesetzt und Arthur und seine Frau sollen sich um ihn kümmern bis er erwachsen ist und in die Welt der Hydden zurückkehren kann um diese Prophezeiung zu erfüllen.  


Doch es kommt anders als geplant. Gegner der Hydden, die Jack gerettet und versteckt haben erfahren, dass er  lebt und sie verüben einen Anschlag auf ihn, in dem sie einen schweren Autounfall verursachen. Dabei überlebt Jack schwer verletzt , der Fahrer des Autos verbrennt .  Jack rettet Katherine, der Tochter des Fahrers, das Leben. Deren Schicksale sind nun miteinander verknüpft. Und als die Gegner von Jack Katherine nach Hydden entführen folgt ihnen Jack um sie zu retten.
Man könnte über den Inhalt noch viel mehr erzählen aber das wäre einfach zu umfangreich.
Die Hydden sind liebevoll gezeichnet und charakterisiert, alleine Stort gewinnt mit seiner Art die Herzen der Leser sofort.  Er gilt als Erfinder und schlauer Kopf und er steht Jack mit seinen verrückten Ideen und Erfindungen bei der Suche nach Katherine mit Rat und Tat zur Seite . Es ist auch witzig beschrieben, wie die Hydden die Erfindungen der Menschen für sich nutzen oder für sich anpassen. 
Optisch ist das Buch ein Leckerbissen. Der Schutzumschlag ist schön gestaltet, leider verbirgt er das Grün des Frühlings, den der eigentliche Umschlag darstellen soll.  Dass man für den Schutzumschlag dann noch rot gewählt hat ist etwas unglücklich, erfährt man im Buch doch, das diese Farbe dem Herbst vorbehalten ist und das dritte Buch sicher in diesem Farbton gebunden sein wird.
Ein großer Minuspunkt, den man Klett Cotta hier wirklich vorwerfen muss, sind die viele Fehler, die in dem Buch vorkommen. Teilweise werden Wörter oder Buchstaben vergessen, teilweise sind Wörter redundant und auch inhaltlich stimmen einige Punkte nicht ganz. Dazu kommt der teilweise sehr schwierige Satzbau. Da die Sprache etwas altmodisch und poetisch ist,  erschwert dieser Satzbau das Lesen doch sehr.  Es wäre interessant, das Buch im Original zu lesen, einfach, um sehen, ob der Übersetzer hier über das Ziel hinausgeschossen ist oder ob der Satzaufbau im Original auch so komplex und chaotisch ist.
Fazit:
Eine schöne Geschichte, die sehr langsam und etwas umständlich in Fahrt kommt am Ende aber doch fesseln kann.  Der Wechsel der Abschnitte zwischen Menschenwelt und Hyddenworld ist gelungen und glaubhaft und die Charaktere überzeugen.  Ich warte gespannt auf die drei anderen Bände, denn nach der langen Einleitung hoffe ich, dass in Band zwei bis vier dann mehr auf die Völker, deren Legenden und die Prophezeiung eingegangen wird. Ein Buch, dass mich Stunden aus der wirklich Welt entführt hat. Und das muss ein Buch schaffen
Titel: Der Frühling
Reihe: Hyddenworld
Verlag: Klett Cotta, HC, 534 Seiten
ISBN: 978-3608946383

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