01 Oktober 2017

Das Erbe der Macht- Schattenchronik Band 3 von Andreas Suchenek


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Auf eine ausführliche Inhaltsangabe werde ich verzichten um nicht in Gefahr zu geraten zu spoilern.
Der Hardcoverband enthält die drei Geschichten: Schattenzeit, Opfergang und Silberknochen. Die Geschichten fließen nahtlos ineinander über, man merkt keinen Bruch und es gibt keine endlosen Wiederholungen, alles wirkt wie aus einem Guss und fesselt von der ersten bis zur letzten Zeile. Man sollte die Geschichten wirklich ab Band eins verfolgen, ein Einstieg in der Mitte macht keinen Sinn, vieles wird sich einem dann nicht erschließen. Gerade die Entwicklung des Teams, ihre Beziehung zu- und untereinander und zu den Unsterblichen ist sehr wichtig und machen einen Großteil der Geschichte(n) aus.


Die Identität der Schattenfrau wurde zwar gelüftet, doch bringt es die Freunde bei der Suche nach den Sigilsplittern nicht wirklich weiter. Ihre Feindin ist mächtiger als sie es sich vorstellen konnten, sie ist ihnen immer einen Schritt voraus und schafft es sogar, das Castillio anzugreifen.
Wieder müssen sich die Freunde trennen, um Hinweisen nach dem dritten Splitter zu folgen. Jen, Alex, Chloe, Chris, Kevin und Max wachsen mit ihren Aufgaben, das Band zwischen ihnen wird immer fester, sie sind nicht nur Kampfgefährten sondern auch eine verschworene Gruppe von Freunden, die gegen alle Widrigkeiten zusammen halten. Hier stößt  wieder die liebenswerte und etwas naive Spungmagierin Nikki zum Team, so wie Sunita, die schon bei einem Abenteuer dabei war.
Wieder führt Andreas Suchanek sein Team an die unterschiedlichsten Orte der Weltgeschichte, wobei Kleopatra dieses Mal ein Heimspiel hat. Die kleine, nervige, zickige "Teenage Queen" sorgt für viele heitere Momente und wie sie die arrogante Patricia Ashwell immer wieder aus der Reserve lockt ist einfach köstlich. Sowohl die Hauptcharaktere als auch die kleinen Nebenfiguren sind sehr akkurat bis ins kleinste, liebevolle Detail ausgearbeitet und man kann sie förmlich sehen.

Was mir an den Bücher am besten gefällt ist die Ausdrucksweise des Autors. Er schafft es, die leichten und lockeren Wortgefechte der Freunde untereinander ebenso gut wieder zu geben wie die angsterfüllten und spannenden Momente. Die Geschichten werden zwar ernster, die Gefahren größer, Verluste und Verrat müssen hingenommen werden aber der Humor kommt nie zu kurz und verschafft dem Leser immer wieder eine kurze Atempause.
Kevin und Chris erfahren mehr über die Vergangenheit ihrer Eltern. Mittlerweile kennt der Leser fast alle Hintergrundgeschichten, nur Chloe kommt wieder zu kurz. Und das, wo sie dich mein absoluter Liebling ist, mittlerweile dicht gefolgt von Nikki. Gerade diese Hintergrundinformationen helfen dem Leser, die Figuren und ihre Handlungen besser zu verstehen und ihnen kleine Fehler zu verzeihen.
Da ich schon etwas älter bin und mit den Büchern von Jules Verne aufgewachsen bin, freut es mich, dass er hier Erwähnung findet. Es ist eine kleine Hommage an einen großartigen Schriftsteller, der mir den Weg in das Genre Fantasy und Abenteuer geebnet hat. Seine Ideen waren genial und viele Fantasy- und Steampunkbücher basieren auch heute noch auf seinen Ideen.

Nicole Böhm zeichnet sich wieder für das Cover verantwortlich. Die Hardcoverausgabe ist qualitativ sehr hochwertig und mit viel Liebe entworfen. Die Qualität der Bücher ist ihren Preis wert, die Herausgeber haben sich eine unglaubliche Mühe gegeben, das Auge des Lesers zu verwöhnen. Die Geschichten werden wieder ergänzt durch ein ausführliches Glossar (wieder ohne Chloe) und einer Covergalerie. Zudem verweist der Autor auf die Trailer zu den Büchern, die wirklich sehenswert sind. Ich verlinke diese Trailer einmal zu der Rezension. Wer dann keine Lust bekommt, in diese Geschichten einzutauchen, dem ist nicht zu helfen :)
Ich bin bereit für weitere Abenteuer.
Titel: Ascheatem
Serie: Das Erbe der Macht - Schattenchronik Band 3,
Cover: Nicole Böhm
Verlag: Greenlight Press, HC, 380 Seiten
ISBN: 97839582408
Trailer:




Der zweite gefällt mir am besten und die Musik zum vierten passt so wunderbar. Autoren, die sich solche Mühe geben und so hinter ihren Geschichten stehen, sind wirklich selten.

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