In einem Prolog erfahren wir, wie der Wildhüter Primin von den Schergen des Fürsten von Fuldor zu Tode gehetzt wird. Primin setzt alles daran, die Jäger von seinem Zuhause fernzuhalten, damit seine Frau und sein Sohn entkommen können.
Über Zwanzig Jahre später
lerne nwir diesen Sohn, Flin den Unsichtbaren, kennen. Er lebt inmitten des
Kolgwaldes mit seinen Freuden und Wegbegleitern.
Aarn, ein lhantarischer
Söldner, der aus seiner Heimat geflohen ist. Raynor ein erfindungsreicher Mönch
und Jasha ein Forstling.
Diese vier haben es sich zur Aufgabe gemacht, den
Menschen, die am Rande des Kolgwaldes vor sich hinvegetieren, zu helfen.
Das
bedeutet, es von den Reichen zu nehmen und es den Armen zu geben. Sehr zum
Ärger des Fürsten, der alles daransetzt, diesen Stachel in seinem Fleisch zu
entfernen.
Als Flin und seine kleine
Bande den Wagenzug der Kauffrau Triana ausrauben, ändert sich das Leben aller
Beteiligten. Triana wird, ohne ihr Wissen, von Fürst Gernot und seinem Zauberer
als Lockvogel benutzt, um Flin in eine Falle zu locken. Doch die energische und
selbstbewusste Frau ist niemand, die sich ausnutzen lässt. Sie erkennt, dass
Flin, obwohl Räuber und Vogelfreier, nur die besten Absichten hegt und seine
Gegner mehr durch Intelligenz und Witz übers Ohr haut statt Gewalt anzuwenden.
Im Gegensatz zu Gernot von Fuldor, der sein Volk unterdrückt.
Als Flin und Triana einer
Intrige des Grafen auf die Spur kommen, setzen sie alles daran, dessen Pläne zu
vereiteln und den König zu warnen.
Kommentar:
In vielen Rezensionen wird
schon erwähnt, dass es hier durchaus Parallelen zu der Legende von Robin Hood gibt, die von
Florian Clever sicher durchaus so gewollt sind. Aber dies ist kein Abklatsch
einer bekannten Sage, sondern eine spannende und eigenständige Geschichte, die
sich in einem Rutsch weg lesen lässt.
Aarn, der Kämpfer der Truppe
geht am ehesten als Little John durch. Aarn hat seiner Heimat den Rücken
gekehrt, allerdings hat er seinen Freunden nie den Grund dafür genannt. Wie bei
den Spartaner, ist das Leben der Lhantoraner ganz dem Kampf gewidmet. Schon von
Kind auf lernen sie zu kämpfen und auf alle Vergnügungen zu verzichten. Somit
ist Aarn der Kämpfer und Verteidiger der kleinen Bande.
Raynor ist ein Mönche, der
sein verfallenes Kloster verlassen hat, weil es dort keine Zukunft mehr für ihn gab. Er
ist ein Tüftler und Bastler und sein Erscheinungsbild gleicht sicherlich etwas
Bruder Tuck, der ebenfalls eher klein und rundlich ist. Die Erfindungen des
Mönchs sind es, die Flin und seine Truppe oft aus der Klemme helfen.
Jasha ist mein absoluter
Liebling in diesem Buch. Sein Wesen ist wunderbar, hier hat Florian Clever ein
Figur bzw. ein Volk geschaffen, von dem man noch viel mehr lesen möchte. Ihre
tiefe Verbundenheit mit der Natur ist für die Menschen ein Rätsel und Flin
staunt oft, was sein Freund der Natur an Wissen und Informationen entnehmen
kann.
Dazu gesellen sich die Ika-a`ana legendäre Geisterhirsche aus
dem Kolgwald, die sich selten den Menschen zeigen und die von den meisten für
Fabelwesen gehalten werden.
Als Gernot die Kauffrau erst
als Lockvogel benutzt und sie dann hintergeht und ins Gefängnis wirft, wird
Triana klar, dass ihr Pläne gescheitert sind. Sie wollte Handelsbeziehungen knüpfen
und neue Märkte erschließen. Dabei spielt sie unwissentlich dem Fürsten in die
Hände. Triana ist eine sehr taffe, mutige Frau, die sich nicht die Butter vom
Brot nehmen lässt. Als sie sieht, welches Grauen der Fürst auf das Land
loslässt wird ihr klar, dass sie Flin helfen muss. Auch wenn sie dabei alles
verliert, was sie sich mühsam aufgebaut hat. Eine wirklich starke
Persönlichkeit, die ohne jegliche Allüren auskommt. Ich mag sie sehr und ihren Begleiter ebenfalls.
Überhaupt sind die Figuren bei
Florian Clever immer etwas ambivalent aber ihre Handlungen sind stets nachvollziehbar
und sie wirken glaubwürdig. Flin mag etwas zu gut für diese Welt sein aber
seine Einstellung macht ihn absolut sympathisch.
Das Cover vermittelt genau,
was den Lesenden erwartet. Es ist in schönen Grüntönen gehalten und da der Hauptteil
der Geschichte im Kolgwald spielt, passt es perfekt. Am Ende befindet sich ein
kleines Glossar und vorne eine doppelseitige Karte.
Fazit:
Ein kurzweiliger, spannender
und unterhaltsamer Roman, der mir ein paar schöne Lesestunden beschert und mich keinen Moment gelangweilt hat. Florian Clever ist kein Mann überflüssiger Worte (wie er selber sagt) und die Ezählung schreitet zügig voran.
Titel: Magie der Pfeile
(Gesamtausgabe)
Autor: Florian Clever
Verlag: Selfpublishing, TB, 429
Seiten
ISBN: 9783910536067

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