12 März 2022

Der schwarze Meister (der Pfad des Magiers Band 3) von Horus W. Odenthal

 

Eine Inhaltsangabe zu einem dritten Band zu verfassen ohne zu viel zu verraten ist nicht so einfach. Daher kopiere ich heute den Klappentext: 
"Amara glaubt, das Geheimnis um die Nebelfeste und ihre eigene Herkunft gelöst zu haben. Doch bedeutet dies für sie erst den Anfang aller Probleme. 
Verzweifelt sucht sie nach einer Lösung und nach Verbündeten und weiß dabei immer weniger, wem sie noch trauen kann. Sie bekommt es auf ihrem Weg mit einer Waldläuferin, einem „Grausling“, einem Mann mit zwei Körpern und mit zwei Monstren zu tun – eins in Wolfsgestalt, das andere ein blutrünstiger Riese. Und im Kern all dieser Mysterien lauert nach vor ein dunkler Meister wie eine Spinne im Netz. Tief in ihrem Inneren weiß sie es bereits: Irgendwann wird sie sich ihm stellen müssen. 
Am Ende bleibt die Frage, wer es war, der die dunkle Saat in Amara anlegte. Und wer der wahre Feind ist … 
Triggerwarnung: Enthält schreckliche und gewaltsame Tode!"
 
Kommentar: 
Es ist spannend, Amaras Weg von einem armen, zerlumpten Dorfkind zu einer talentierten Magierin zu verfolgen. Horus W. Odenthal hat diese Entwicklung sehr glaubwürdig geschildert und obwohl die Schülerinnen und Schüler dieser Akademie noch sehr jung sind, wissen sie die Leser zu überzeugen. Ich hatte während des Lesens oft Mitleid mit der Clique um Amara, denn was diesen Kindern zugemutet wird ist teilweise sehr grausam und brutal. Vor allem »der Müller« eine sehr furchteinflößende und undurchschaubare Figur, ängstigt die Kinder bis aufs Blut. 
Amara ist und bleibt eine kleine Rebellin und ihre Freundschaft mit Arken wird nicht gerne gesehen. Während die meisten Schüler freiwillig auf der Feste sind, wurde Arken von seiner Familie dorthin abgeschoben, damit man ihm Manieren beibringt. Kein Wunder, dass der Junge immer wieder aus der Rolle fällt und als Unruhestifter bekannt ist. Ganz anders Gelion, der Wunderknabe, dem alle »Zucker in den Popo pusten«, der Lieblingsschüler der Lehrer und der geweissagte Retter, wie alle annehmen. 
In diesem dritten Band werden endlich einige Fragen beantwortet. Vor allem die Waldläuferin Slagni und der »Grausling« bekommen mehr Raum und punkten hier. Fienna ist die Person, die man am liebsten mag. Sie hasst Waffen und Gewalt und sie liebt den Unterricht bei Bhuruk-Maj, die eine sehr tiefe Verbindung zu Pflanzen aller Art hat. Mittlerweile scharrt sich um Amara eine feste Gruppe, sehr zum Verdruss von Gelion, der in Amara immer noch eine Konkurrentin sieht. Man fragt sich als Leser oft, was diese Schüler alles erreichen könnten, würden sie ihre Kräfte vereinigen. 
Ich war mir sicher, dass dieser dritte Band das Ende der Geschichte ist, leider endet das Buch wieder mit einem Cliffhanger und der Autor arbeitet an weiteren Bänden.Die Geschichte hat das Potenzial dazu, es gibt sicher noch viel zu erzählen und ich möchte gerne wissen, was die Welt noch für Amara, Arken, Fienna, Munai und Nundrak bereit hält. Sicherlich keine einfachen Schicksale aber nach den Ereignissen in diesem Band, die ich nicht erzählen dark/kann/will liegt vor diesen Kindern sicherlich kein einfacher Weg.  
Horus W. Odenthal schafft es, durch seine Erzählweise, den Leser in die Ereignisse hinein zu katapultieren, man nimmt  Anteil am Schicksal der Kinder und leidet mit ihnen. Wenn ein Autor das schafft hat er alles richtig gemacht.
 
Fazit: 
Eine spannende Fortsetzung die leider (oder zum Glück) nicht das Ende der Abenteuer ist. Was als Trilogie begann, hat sich rasant entwickelt und die Geschichte fordert eine Fortsetzung. Ich bin dabei.
 
Titel: 
Der schwarze Meister 
Reihe: der Pfad des Magiers 
Verlag: Selfpublishing, TB, 555 Seiten 
ISBN; 9783754322406

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