26 Mai 2016

Die Schlacht um das Labyrinth von Rick Riordan



Halbgötter haben es im realen Leben wirklich nicht leicht. Während Percy Jackson im Half-Blood-Camp so etwas wie ein Held ist, agiert er im normalen Leben eher wie ein Versager. Und wieder muss ihm Rachel, eine Sterbliche, das Leben retten. Wie Percys Mutter, kann auch Rachel durch den Nebel sehen, der die Geschöpfe aus der Sagenwelt vor dem menschlichen Auge verbirgt. Bisher wusste sie nicht, was es mit ihren Visionen auf sich hatte. Da sie nun aber Percy mehrmals geholfen hat, weiht der junge Halbgott das Mädchen in die Geheimnisse verborgenen Welt ein.Die anderen Halbgötter sind dagegen, dass Sterbliche in ihre Geheimnisse eingeweiht werden aber Rachel erweist sich noch als große Hilfe im Kampf gegen Kronos.
Luke hat es fast geschafft, den Titanen zum Leben zu erwecken. Mit seinen Mitstreitern ist der Verräter und auf der Suche nach dem Labyrinth des Dädalus. Aus dem Irrgarten führen Türen fast überall hin, auch in das Camp der jungen Halbgötter. Sollte Luke den Faden der Ariadne in seinen Besitz bringen und den Weg durch das Labyrinth finden, kann er das Camp von innen heraus angreifen und die Schutzmaßnahmen umgehen.
Annabeth, Tyson, Grover und Percy müssen nun an vielen Fronten kämpfen, um das Camp und den Olymp zu retten. Die Götter sind dabei keine wirkliche Hilfe, sind sie in ihrer Überheblichkeit doch davon überzeugt, dass sie nicht besiegt werden können.
Kommentar:
Ich habe schon in der Schule einen Faible für griechische Sagen entwickelt und dachte immer, ich kenne mich mit der Materie gut aus. Rick Riordan überzeugt mich immer wieder eines besseren. Neben den bekannten Sagengestalten wie den Minotaurus, Ikarus, Calypso, werden hier Geschöpfe in den Kampf verwickelt, die mir bisher gänzlich unbekannt waren. Allen voran die Empousai, in der Mythologie eine Tochter der Titanin Hekate
Obwohl hier viele Kämpfe stattfinden und viele Tote zu beklagen sind, ist das Buch nicht zu brutal für jugendliche Leser. Immer wieder streut der Autor humorvolle Szenen ein. Vor allem, wenn Percy zwischen zwei Stühlen sitzt und Annabeth eifersüchtig auf Rachel wird. Die Probleme der normalen Jugendlichen bleiben auch den jungen Halbgöttern nicht erspart.
Tyson und Grover sind wieder die treuen Freunde und Begleiter von Percy. Grover befindet sich noch immer auf der Suche nach Pan, die sich als sehr schwierig und zeitraubend erweist. Die alten Satyrn wollen Grover verstoßen doch überraschenderweise unterstützt Dyonisus den jungen Halbgott. Zu dem Trio gesellen sich Annbeth, Rachel und Nico, der Sohn des Gottes Hades. Er ist, wie sein Vater, ein Außenseiter, und hat am Anfang ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Percy. Percy entwickelt seine Fähigkeiten im Umgang mit dem Wasser und wird immer stärker. Diese Kraft braucht er im Kampf gegen Luke und seinen Schergen auch. Noch immer kennt er nicht die ganze Prophezeiung über den Kampf um den Olymp aber sein sechzehnter Geburtstag rückt immer näher und somit auch sein Schicksal.
Die Cover der Serie und auch die Cover der Kane Bücher, sowie die der Helden des Olymp Serie sind sehr bunt und schrill. Aber sie passen zu dem Stil der Bücher und vermitteln sofort einen richtigen Eindruck. Gabriele Haefs ist es sehr gut gelungen, die Stimmung der Bücher in unserer Sprache einzufangen und wiederzugeben. Zum Glück enden die Abenteuer nicht mit den Percy Jackson Bänden. Den Leser erwarten noch mehr Abenteuer der Halbgötter und wer dann noch nicht genug hat, kann sich den Geschwistern Kane zuwenden, die den Halbgöttern hier in nichts nachstehen.
Fazit:
Amüsante und leichte aber lehrreihe Unterhaltung für jung und alt. Ich hatte an diesen Büchern mehr Spaß als an Harry Potter,
7 von 10 Sternen
Titel:  Die Schlacht um das Labyrinth
Reihe: Percy Jackson Band  4
Autor:  Rick Riordan
Verlag:  Carlsen, HC, 432 Seiten
ISBN: 978-3551311566

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