03 Dezember 2016

Die Götter - das Schicksal von Ji von Pierre Grimbert


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Hier handelt es sich um den dritten Zyklus des Autors. Die Enkel und Urenkel der Erben machen sich auf, ihre verschwundenen Verwandten zu suchen. Begleitet werden sie von Zejabel, die der grausamen Göttin Zuia abgeschworen hat und Mutter eines der Erben geworden ist.

Saat ist wieder im Karu gefangen. Doch er ergibt sich nicht seinem Schicksal. Der Wunsch nach Rache macht ihn stark und unbesiegbar und er widersetzt sich der Auflösung. Er entkam schon einmal dem Karu und er weiß, dass es ihm erneut gelingen wird. Gestärkt wird er aus der Prüfung hervorgehen, unvorstellbare Macht erlangen und die Erben endgültig vernichten. Dies ist sein Traum, sein Ziel, sein Racheplan.


Durch Hexerei erlangt Saat einen neuen Körper, geformt aus dem Gwel des Karu. Er findet einen Weg an die Erdoberfläche und beginnt, seine Macht zu nutzen und ein Reich der Grausamkeit zu erreichten, in der alle Menschen zu willigen Dienern oder Sklaven werden.  Er vernichtet nach und nach alle wiedergeborenen Seelen der Götter,  nimmt deren Wissen und Macht ins sich auf und wird nahezu unbesiegbar.

Währenddessen begeben sich die Erben des Ji auf die Suche nach ihren Vorfahren. Nach langem Suchen finden sie Nol, den Seltsamen. Doch er hat alle Macht und all seine Kräfte eingebüßt. Er, der einst die Götterkinder des Daru unterrichtete ist nun lediglich ein alter Mann, der dem Trupp nicht helfen kann. Nach der Vernichtung des Jal wurde er zu einem Sterblichen. Doch er erkennt, dass sich unter den Gefährten zwei  Wiedergeborene befinden, deren Seelen einst Götter waren. Ihnen ist es bestimmt, die Gefährten zu retten  und Saat zu vernichten.

Doch die Urkräfte haben sich verändert und die Magie regiert nicht mehr so wie einst.  Jeder der Freunde muss lernen mit der neuen Situation umzugehen. Als sie erfahren, dass ihr stärkster Kämpfer Guederic eine Wiedergeburt Sombres ist, wittern die Erben Verrat. Können sie ihm Vertrauen oder wird seine wahre Natur die Oberhand gewinnen?

Kommentar:

Dies ist der dritte Zyklus von Pierre Grimbert der sich mit den Erben von Ji befasst.  Das Cover ist schön gestaltet. Diesmal ist die Grundfarbe weiß. Warum auf dem Cover ein Drache abgebildet ist erschließt sich mir aber nicht. Innen finden wir ausführliches Kartenmaterial der bekannten Welt, sowohl im vorderen wie auch im hinteren Buchdeckel, beide aufklappbar. Vervollständigt wird das ganze Zusatzmaterial durch einen kompletten Stammbaum der Generationen und einem kleinen Lexikon der bekannten Welt. Das alles macht das Buch zu einem Augenschmaus. Leider reicht der Inhalt an die optische Fülle nicht heran. Die Geschichte wiederholt sich. Erneut macht sich eine junge Generation auf die Suche ihren Eltern und Großeltern. Wieder sind die Alten verschwunden und die Jungen ziehen in den Kampf. Und abermals verlieben sich die Erben ineinander und es ist absehbar, dass eine neue Generation heranwachsen wird, die alle Fähigkeiten der Ahnen in sich vereint. Magie, Kampfkraft und Wissen. Was im Zyklus der Magier noch innovativ und spannend war ist hier leider nur eine Wiederholung der ersten beiden Zyklen mit neuen Protagonisten und alten Problemen. Wie einst Zejabel muss sich nun auch Guederic die Frage stellen auf welcher Seite er steht. Doch leider berühren seine Zweifel und Ängste den Leser nicht. Zu eindimensional ist die ganze Geschichte, zu vorhersehbar der Plot und zu oberflächlich die Figuren. Die dritte Generation unterscheidet sich in nichts von der ersten Generation, so dass den Leser keine Überraschungen mehr erwarten.

Fazit: 

Waren die Magier noch fesselnd und innovativ, die Krieger durchaus noch spannend, packt den Leser bei den Götter doch eher gepflegte Langeweile.  Genug ist genug und man sollte die nächste (absehbare) Generation in Frieden leben lassen.

Titel: Das Schicksal von Ji

Reihe: Die Götter Band 4,

Originaltitel: Les gardiens de Ji


Verlag: Heyne, TB, 380 Seiten, Januar 2013,

ISBN: 978-3-453-52810-9

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