27 Dezember 2016

Die Feuer der Rebellion - das Spiel der Götter 10



Auszug aus meiner Rezenion bei www.fantasybuch.de

Das Feuer der Rebellion ist ein Buch ohne Beginn und ohne Ende. Nach einem Abstecher zu den Tiste Edur und der Geschichte der Sengar Brüder, kehrt der Autor zurück in das Reich der sieben Städte und begonnene  Erzählstränge werden weiter fort oder zu Ende geführt.

Die Wege von Apsalar und Crokus trennen sich. Apsalar wird zur Hand Cottillions, der sie mit der Beseitigung einiger Sterblicher beauftragt. Auf ihrem Weg begegnet sie Ganeos Paran, erinnert sich aber kaum noch an die Ereignisse von damals, als sie von Cottillion besessen war und versuchte, den jungen Hauptmann zu töten. Ganeos Paran ist nun der Herr der Drachenkarten und hat dem Kartenset eine neue Karte hinzugefügt und somit dem Spiel der Götter eine neue Wendung gegeben.

Der schnelle Ben, der Assassine Kalam und auch Fiedler marschieren mit der vierzehnten Armee auf die Stadt Y'Ghatan zu. Leoman von den Dreschflegeln zieht mit den Resten der Rebellenarmee in die Stadt ein um sich dort einem ultimativen Kampf zu stellen.  Hier wird sich das Schicksal der Mandata Tavore und ihrer Armee entscheiden.

Mappo Trent und Icarium ziehen weiter durch das Land, immer auf der Suche Erlösung. Das naive, kindliche Gemüt des Halb-Jaghut und die tiefe Melancholie seines Begleiters berühren die Herzen des Lesers immer wieder aufs Neue. Mappo beschützt Icarium vor sich selbst und seiner Vergangenheit, doch was wird mit dem Jaghut passieren, sollten die Gefährten getrennt werden?

Schlitzer bekommt von Cottillion den Auftrag, Heboric Halbhand und die beiden Frauen Scillara und Felisin die Jüngere, zu begleiten und zu beschützen, wohin auch immer ihr Weg sie führen mag. Schlitzer erinnert sich kaum noch an seine unbeschwerte Zeit als naiver Dieb Crokus , zu sehr hat er sich in das Spiel der Götter verstrickt. Heboric hadert mit seinem Schicksal, der neue Destriant von Treach zu sein.

Karsa Orlong zieht mit der Hexe Semar dev durch die Lande, immer auf der Suche nach einem Feind, der seiner würdig ist.

Kommentar:

Vor einer Schlacht ziehen die Gedanken und Gefühle von Neulingen und Veteranen die gleiche Bahn.  Diese reichen von Angst bis Irrsinn und spiegeln alle Facetten menschlichen Denkens wieder.

Für viele Veteranen wir Y'Ghatan zu einem zweiten Aren, als sie zusehen müssen, wie ihre Kameraden in dem entfachten Feuer innerhalb der Stadt elendig verbrennen.  Der deutsche Titel dieses Bandes gewinnt an Bedeutung, wenn man das Buch beendet hat. Hier wird Feuer in seiner allumfassenden Erscheinung beschrieben. Verzehrend, vernichtend, unbesiegbar aber auch reinigend, sofern man an den Phönix denkt, der sich aus der Asche erhebt.  Leoman geht im wahrsten Sinne dex Wortes über Leichen, um dem malazanischen Imperium eine vernichtende Niederlage zuzufügen. Gegen ihn und seine Fanatiker hilft kein noch so guter Plan. Irrsinn ist nicht kalkulierbar, einschätzbar, oder vorhersehbar und beschwört unkontrollierbare Gewalten herauf.

Wie schon in den vorherigen Bänden, beweist Steven Erikson einmal mehr, wie eloquent er ist. Seine Sprache ist ausdruckstark, beeindruckend, er zieht den Leser mit in seine Welt. Viele sagen, dass die Bücher im Original noch beeindruckender sind, doch die Übersetzung von Tim Straetmann vermag durchaus zu fesseln. Der Autor ist gnadenlos, schonungslos, erbarmungslos in seinen Beschreibungen, er erspart seinen Fans nicht. Die vollständige Rezension lesen Sie hier
10 von 10 Sternen
Titel: Die Feuer der Rebellion
Reihe: Das Spiel der Götter Band 10
Autor: Steven Erikson
Verlag: Blanvalet, TB, 688 Seiten
ISBN: 978-3734160486

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