28 Juli 2016

Der verschwundene Halbgott von Rick Riordan



Diesmal geht es nicht um Percy Jackson, denn es gibt noch mehr Helden unter den Halbgöttern, die wir in diesem Band kennen lernen.
Percy Jackson ist spurlos verschwunden und Annabeth macht sich auf, ihren Freund zu finden. Sie folgt einer Spur, die sie von einem Orakel erhalten hat. Doch sie findet nicht ihren Freund sondern drei unbekannte Jugendliche, die noch nichts von der Existenz der Götter und Halbgötter wissen.
Jason ist der geborene Anführer. Obwohl er sein Gedächtnis verloren hat und nichts über seine Vergangenheit weiß, reagiert er bei Gefahr instinktiv. Ein ruhiger, bedächtiger Typ, der erst alle Optionen durchdenkt, bevor er handelt.
Leo ist ein Zappelphilipp, jemand, der keine Minute ruhig sitzen kann und dessen Hände immer mit etwas beschäftigt sein müssen. Ein genialer Tüftler und Konstrukteur, der aus den simpelsten Gegenständen gefährliche Waffen bauen kann. Im Gegensatz zu Jason redet Leo erst, bevor er denkt, nicht gerade hilfreich in kritischen Situationen, doch sein nerv tötendes Gerede sorgt oft genug für Ablenkung, um Jason Zeit zu geben, zu handeln.
Die dritte im Bunde ist Piper, ein Halbblut, Tochter eines berühmtem Filmstars. Sie besitzt das Talent, Leute zu den unmöglichsten Dingen zu überreden.
Annabeth bringt die drei Jugendlichen in das Camp der Halbgötter, wo sie schon bald von der göttlichen Hälfte ihrer Eltern anerkannt werden. Sie erfahren von Chiron, dass der Olymp geschlossen wurde und die Götter nicht mehr mit ihren Kinder kommunizieren. Und das, obwohl eine große Gefahr die Welt bedroht. Die Gattin des Zeus, Hera wurde entführt und eine uralte Feindin erhebt sich, um den Olymp und die Götter zu vernichten. Nun liegt es an den jungen Menschen, die Erde vor der drohenden Gefahr zu schützen und ein Bündnis zu schmieden, das große Risiken birgt. Je mehr Jason sein Gedächtnis zurück erhält, desto mehr erkennen die Freunde, dass er der Schlüssel zur Rettung der Welt ist.
Kommentar:
Man sollte meinen, dass mit Percy Jackson und seinen Freunden genug Halbgötter das Schicksal der Welt mit bestimmen. Doch der Autor wiederholt sich hier nicht sondern  stellt den Lesern drei neue Halbgötter vor, die das Camp bereichern und eine tragende Rolle in der Geschichte spielen. Dabei kopiert sich  Rick Riordan nicht, die Story wird nie langweilig oder eintönig, sondern es wird kontinuierlich Spannung aufgebaut. Jason, Leo und Piper sind drei neue Helden, die sich ergänzen und zusammen eine feste Einheit bilden. Ein Kämpfer, eine Denkerin und ein Tüftler, eine ideale Kombination, um gegen Ungeheuer und Götter anzutreten. Wir haben hier keine strahlenden Helden vor uns, sondern junge Menschen, die zu sich selbst finden müssen, die ihren Fähigkeiten noch nicht vertrauen und oft voller Selbstzweifel sind. Das macht sie so symphytisch und lässt sie, trotz ihrer Göttlichkeit, völlig normal wirken. Nebenher erhält der Leser noch eine kleine Lektion in griechischer Geschichte, natürlich mit einem Augenzwinkern.
Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht. das Cover gleicht denen der Percy Jackson Bände, was durchaus Sinn macht, da sich die Bücher ergänzen. Man braucht aber keine Vorkenntnisse aus anderen Büchern, um der Handlung hier zu folgen. Spannend, unterhaltsam und flüssig geschrieben, bringt dieses Buch Spaß für jung und alt. Der Carlsen Verlag gehört für mich mittlerweile zu den Verlagen, die die besten Jugendbücher herausbringen und sie mit schönen Cover auch interessant für das Auge machen.
Fazit:
Ein amüsanter Ausflug in die griechische Mythologie, gewürzt mit Teenagerproblemen unserer Zeit. Spannend und gut geeignet für jung und alt.
8 von 10 Sternen
Titel: Der verschwundene Halbgott
Reihe: Helden des Olymp
Übersetzung: Gabriele Haefs
Verlag: Carlsen, HC, 552 Seiten
ISBN: 9783551313188

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