16 Mai 2016

Jörg Benne- Die Legenden von Nuareth


Die Stunde der Helden
Auszug aus der Rezension von www.fantasybuch.de
Während Felahar von Brickstein in einer Schenke sitzt und eine recht abenteuerliche Geschichte über die drei Helden Wim, Dalagar und Huk erzählt, öffnet sich plötzlich die Tür und die drei Helden erscheinen höchst selbst auf der Bildfläche. Wie so oft im Leben, stimmen Legenden und Realität nicht unbedingt überein. Statt dreier begnadeter und ehrenhafter Kämpfer besteht das Trio aus einem riesenhaften Dummkopf mit einem kindlichen Gemüt, einem griesgrämigen Schläger und einem Schwert schwingenden Weiberheld.
Und statt heldenhaft auf einem Pferd oder Nobo in die nächste Schlacht zu reiten, ziehen die drei in einem Planwagen von Ort zu Ort, immer auf der Suche nach einem lukrativen Auftrag, der ihnen wieder ein paar Münzen in die Tasche bringt. Sie sind mehr Söldner als Helden. Drei, die um jeden Preis feilschen und deren glorreiche Taten aus dem Töten von mutierten Ratten oder dem plündern von Grabstätten bestehen.
Um sich eine eigene Meinung über die Helden zu bilden und ihre Geschichten aufzuschreiben, begleitet der naive und gutmütige Felahar die drei Männer auf ihren Reisen durch die Nordlande. Schnell wird klar, dass der junge Städter nicht für ein Leben in so einem verwahrlosten, brutalen und kalten Landstrich geeignet ist. Seine Illusionen über ein abenteuerliches Leben sind schnell dahin und bald beginnt der Kampf um das nackte Überleben. Unwissentlich haben sich die vier die Feindschaft des Syndikats zugezogen, dass ihnen nun auf den Fersen ist und ihnen nach dem Leben trachtet. Wie es weitergeht lesen Sie hier
Neben Christoph Marzi und Richard Schwartz ein weiteres Higlight auf dem deutschen Fantasymarkt

Titel: Die Stunde der Helden
Reihe: Die Legenden von Nuareth
Autor: Jörg Benne  
Mantikore Verlag, TB, 358 Seiten
ISBN: 9783945493212



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Heldentaten ( Kurzgeschichte - Kindle Edition)
Um es vorweg zu sagen: Ich lese keine Ebook und hasse es, an meinem PC etwas zu lesen. Doch manchmal muss man eine Ausnahme machen, wenn der besondere Suchtstoff nicht anders zu bekommen ist.
Da sind sie wieder, die drei Helden Wim, Dalagar und Huk. Wie schon in seinem Roman: Die Stunde der Helden, nimmt uns der Autor hier jede Illusion über wahres Heldentum. Hier gibt es keine Helden in strahlender Rüstung, die sich tapfer dem Feind entgegen stellen um holde Jungrauen zu retten. Hier haben wir drei Männer, die sich ihren Lebensunterhalt mit ihren Waffen verdienen. Und das erledigen sie besser als andere. Heldetum ist dreckig und nicht immer ehrbar. Doch am Ende zählt das Ergebnis und was die Legenden daraus machen.

Der Autor hat hier einen guten Kniff verwendet, um seine Erzählung spannend zu gestalten. Eine Geschichte in einer Geschichte. Teils düster, teils heiter. Die kleinen Details sind es, die das sprachliche Können von Jörg Benne aufzeigen. Zum Beispiel, wie er die drei Monde und ihre Bahnen beschreibt. Die Geschichten sind kurz und knapp gehalten, beinhalten aber alles, was eine gute Erzählung braucht.

Ich finde, es ist ein besonderes Talent eines Autors, auch in wenigen Worten den Leser zu faszinieren. Es müssen nicht immer Zyklen epischen Ausmaßes sein. Auch 66 Seiten können unterhalten. Wer Spaß an diesen Geschichten hatte, dem kann ich nur wärmsten die Legenden von Nuareth empfehlen. Sehr unterhaltsam fand ich die Szene, in der Falahar sein erstes gedrucktes Buch überreicht bekommt. Ich habe mir vorgestellt, dass es dem Autor damals sicher auch so erging.

Fazit:
Zur Überbrückung bis zum nächsten Buch des Autors bestens geeignet.


10 von 10 Sternen 
 

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